06.11.2003
- 20:10
Anti-Klonkonvention bei der UN gescheitert.
New York/Berlin (kobinet) Der Rechtsausschuss der UN-Vollversammlung hat heute abend in New York mit denkbar knapper Mehrheit (80 zu 79 bei 15 Enthaltungen) die Vertagung der UN-Konvention zum weltweiten Verbot des Klonens beschlossen. Demnach soll die UN-Vollversammlung erst zu Beginn der übernächsten Sitzungsperiode im September 2005 entscheiden.
Bestürzt über dieses Ergebnis zeigte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Bundestags-Enquete-Kommission «Ethik und Recht der modernen Medizin», Hubert Hüppe. Als «besonders beschämend» bezeichnete Hüppe das Abstimmungsverhalten der Bundesregierung, die mit ihrer Stimme das Scheitern der Anti-Klonkonvention ausschlaggebend befördert habe. Damit habe die Deutsche Bundesregierung den Willen des Bundestages missachtet. «Das deutsche Abstimmungsverhalten steht in unüberbrückbarem Widerspruch zu den früheren deutschen Äußerungen auf UN-Ebene, das Thema Klonen bedürfe einer sofortigen Befassung, für eine solche Konvention bestehe höchste Dringlichkeit», kritisierte Hüppe. Die heutige Entscheidung schüre auch Zweifel daran, ob die UN überhaupt fähig seien, der weitreichenden Bedeutung des Themas entsprechend zu handeln, befürchtet der Unionsabgeordnete. hjr
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