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07.03.2005 - 10:30

Starclub-Tür blieb für Rollstuhlnutzerin zu.

Mainz (kobinet) Während im Familienausschuss des Deutschen Bundestages bei der Anhörung zum Antidiskriminierungsgesetz zur Stunde aus verschiedenen Blickwinkeln darum gerungen wird, ob ein Antidiskriminierungsgesetz nötig ist und wie dieses ausgestaltet sein muss, zeigt die kürzlich gemachte Erfahrung von Sabina A. aus Wiesbaden ganz konkret, warum behinderte Menschen dringend einen effektiven Schutz vor Diskriminierung brauchen. Wie die Frankfurter Rundschau in ihrer Ausgabe vom Samstag berichtete wollte Sabina A. aus Wiesbaden nach der bestandenen Prüfung etwas feiern. Mit ihren Kommilitonen hatte die Fachhochschulstudentin sich dem Bericht zufolge den «Starclub» im Mainzer Cinestar-Gebäude in der Holzhofstraße ausgesucht, weil da mittwochs immer etwas los ist und es einen Aufzug und behindertengerechte Toiletten gibt. Dies ist für die 25-Jährige wichtig, da sie einen Rollstuhl nutzt. Wenn es jedoch weder Fahrstuhl noch Rampe gäbe, tragen ihre Freunde Sabina A. auch mal schnell die Treppen rauf oder runter. Umso mehr ärgerte sich Sabina A. dem Bericht zufolge als der geplante Partyabend im Starclub ins Wasser fiel - und zwar einzig und allein, weil sie im Rollstuhl sitze. «Die Türsteher haben mich nur angesehen und sofort gesagt, sie lassen mich nicht rein», wird sie in der Frankfurter Rundschau zitiert. Man könne ihre Sicherheit nicht garantieren. Für die Studentin sei dies jedoch nur ein Vorwand gewesen, dann sie sei immerhin bereits zweimal dort gewesen, auch wenn der Club sich im dritten Stock befinde. «Wieso haben sie überhaupt Behinderten-WCs, wenn sie keine Rollstuhlfahrer reinlassen», ärgert sie sich. Vom Türsteher habe sie keine Antwort bekommen, sondern nur eine unfreundliche Anweisung, den Weg für andere Gäste frei zu machen. «Weil ich mir das nicht gefallen ließ, wurden sie beleidigend und herablassend». Die Studentin betonte, dass sie bewusst schon um 21.30 Uhr da gewesen sei, damit es nicht zu voll ist. Besucher hätten ihr zudem erzählt, dass der Aufzug an diesem Abend funktioniere. Obwohl sie betont habe, dass ihr ganzes Semester drinnen feiert, wollte man sie allein wegschicken. Ihre Freunde feierten letztlich woanders, gemeinsam mit ihr. So wollen sie es auch in Zukunft halten. omp 

 
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