
Berlin (kobinet) Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat Experten aus Verbänden, Wirtschaft und Wissenschaft eingeladen, um am 3. Dezember in Berlin über neue Wege zu einem Tourismus für Alle zu diskutieren. Bei der Diskussion im Reichstagsgebäude am denkwürdigen Datum soll es um Barrierefreiheit als ein Bürgerrecht gehen. Das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen sei für Bündnis 90/Die Grünen Anlass gewesen, die Bemühungen um einen barrierefreien Tourismus in Deutschland zu verstärken, meint Undine Kurth, die tourismuspolitische Sprecherin der Grünen. Menschen mit Behinderungen oder Einschränkung der Mobilität wollten und sollten über Ort, Zeit und Gestaltung ihres Urlaubs selbst entscheiden können. Barrierefreiheit gehe deshalb weit über den reinen Baubereich hinaus. Sie umfasse auch die Verkehrs- und Kommunikationsmittel, die Dienstleistungen und alle Produkte und Konsumgüter von der Speisekarte über den Videorecorder bis zum Internet. Erhebungen gehen davon aus, dass auf Grund des steigenden Altersdurchschnitts die Anzahl der mobilitätseingeschränkten Personen in Zukunft deutlich ansteigen wird. Sie wird in naher Zukunft 30 bis 35 Prozent der Bevölkerung betragen. Insgesamt 90 Prozent aller heute mobilitätseingeschränkten Personen wären voll reisefähig, wenn Barrieren abgebaut würden. Barrierefreiheit ist nach Ansicht der Grünen ein zukunftsfähiges Qualitätsmerkmal. Es stärke die Wettbewerbsfähigkeit, wenn touristische Angebote an die Bedürfnisse behinderter bzw. mobilitätseingeschränkter Reisender angepasst werden. Barrierefreiheit und Gewinnorientierung seien keine Gegensätze. sch