Frankfurt a.M. (kobinet) Mehr als elf Millionen Bundesbürger sind nach einer Untersuchung des «Armuts- und Reichtumsberichts» inzwischen als arm zu bezeichnen. Jupp schreibt in der FORUM kolumne am Montag, dass er Armut für keine Schande der Betroffenen hält, sondern für die Folge schändlicher Heuchelei in Politik und Wirtschaft.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband (DPWV) bezeichnete den Bericht als ein «erschreckendes Dokument sozialer Zerrissenheit» und fordert rasche Konsequenzen. «Die Zahlen spiegeln in dramatischer Weise die wachsende Dynamik der gesellschaftlichen Spaltung wider: In wenigen Jahren hat sich der Schuldenstand der Ärmsten verdoppelt», sagte die DPWV-Vorsitzende Barbara Stolterfoht. Dabei seien die Auswirkungen der sogenannten «Hartz-IV-Arbeitsmarktreform» noch nicht einmal berücksichtigt. «Offensichtlich haben die 'Reformen' der Agenda 2010 ihren Anteil an dieser Entwicklung», schlussfolgert der Präsident des Sozialverbandes «Volkssolidarität», Professor Gunnar Winkler. Die «Sonderopfer» der kleinen Leute sollten angeblich die Konjunktur ankurbeln. Doch sie hätten lediglich geholfen, die Kassen der Vermögenden zu füllen. Während rund acht Millionen Arbeitslose aus der Gesellschaft ausgegrenzt seien, verzeichneten die DAX-Unternehmen Gewinne von 49 Milliarden Euro.
Im «Armuts- und Reichtumsbericht» heißt es, für behinderte Menschen müssten die Chancen auf soziale Teilhabe verbessert werden, um Armut und soziale Ausgrenzung zu verhindern. Wie die Wirklichkeit aussieht, darüber berichtet Jupp in einem Beispiel aus Hamburg. Frantek