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11.03.2005 - 12:09

Aus 81.000 werden 400.000 Euro.

Von kobinet-Redakteurin Elke Bartz Hollenbach (kobinet) Laurenz Meyer, ehemaliger CDU-Generalsekretär, muss seine im Jahr 2000 erhaltene, umstrittene Abfindung des RWE-Vorgängerunternehmens VEW in Höhe von 81.806 Euro zurückzahlen. Versüßt wird ihm der Verlust durch eine gerade ausgehandelte Abfindung in Höhe von 400.000 Euro. In ihrer heutigen Ausgabe meldet die «Berliner Zeitung», Meyer sei «formal noch immer Mitarbeiter des Essener Stromkonzerns RWE». Offenbar werde er jetzt rückwirkend zum 31. Dezember 2004 aus dem Unternehmen ausscheiden und eine Abfindung von 400.000 Euro bekommen. Dem seien «schwierige Detailverhandlungen» voraus gegangen. Bereits zum 30. Juni 2000 hatte Meyer eine Abfindung von 81.806 Euro erhalten. Ausgeschieden aus dem Konzern war er jedoch nicht. Als das Finanzgebaren Meyers im Dezember 2004 an die Öffentlichkeit gelangte - er hatte auch nach seiner Berufung in das mit 13.000 Euro monatlich dotierte Amt des CDU-Generalsekretärs noch über mehrere Monate hinweg Gehalts- und anteilige Tantiemenzahlungen von RWE kassiert - geriet er unter Druck. Daraufhin kündigte Meyer an, die Abfindung an die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer zu spenden. Einen solchen Spendeneingang konnten die SOS-Kinderdörfer bis heute allerdings noch nicht verzeichnen. In der vergangenen Woche bestätigte die RWE indessen, das Unternehmen werde der Hilfsorganisation einen Spendenbetrag in Höhe von 100.000 Euro zukommen lassen. Meyer habe man aufgefordert, die 81.806 Euro Abfindung zurück zu zahlen.  

siehe auch Kobinet-Bericht vom 2.3.2005 

 
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