
Mainz (kobinet) Der behindertenpolitische Sprecher der Grünen im Mainzer Stadtrat, Matthias Rösch, hat heute das Vorkommnis im «Starclub» verurteilt und die Diskriminierung einer Rollstuhlfahrerin zum Anlass genommen, die Forderung seiner Partei nach einem umfassenden Antidiskriminierungsgesetz zu bekräftigen. In der Frankfurter Rundschau hatte die junge Frau berichtet, dass ihr der Eintritt in die wegen der Barrierefreiheit ausgewählten Disko vom Türsteher mit abfälligen Äußerungen verwehrt wurde (kobinet 7.3.05) «Barrierefreie Angebote schaffen, um dann die Nutzung zu verhindern, das kann nicht sein», empört sich Matthias Rösch über den Betreiber. «Das ist Diskriminierung und die Begründung absurd», so Rösch. «Wenn eine baurechtliche Genehmigung für Barrierefreiheit vorliegt, kann es doch keine Sicherheitsprobleme geben.» Mittlerweile sind in Mainz über 60 Gastronomiebetriebe barrierefrei erreichbar und mit Rollstuhl-WCs ausgestattet. Damit ist diese Stadt bundesweit vorbildhaft. Es kann nicht sein, dass jetzt die Betreiber behinderte Menschen von ihren Angeboten ausschließen, so das Stadtratsmitglied von Bündnis 90/Die Grünen. Dieses Vorkommnis zeige, dass ein Antidiskriminierungsgesetz gebraucht wird, das auch die Benachteiligung Behinderter im Zivilrecht ahndet. Rösch: «Es geht hier um elementare Fragen gesellschaftlicher Teilhabe.» sch