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14.03.2005 - 10:35

Grüne lehnen Abstriche am Antidiskriminierungsgesetz ab.

Berlin (kobinet) Die Grünen lehnen die von der christdemokratischen Oppositionsführerin Angela Merkel vor dem Jobgipfel im Bundeskanzleramt geforderten Abstriche am Antidiskriminierungsgesetz ab. Das bekräftigte Fraktionschefin Krista Sager in einem heute veröffentlichten Interview mit der Berliner Zeitung. Die von der Union geforderten Änderungen am Gesetz «tragen wir definitiv nicht mit», sagte die Grünen-Fraktionschefin. Zu kleineren Korrekturen seien die Grünen zwar bereit. «Wir werden aber nicht bestimmte Gruppen ausschließen, wie es Frau Merkel fordert», betonte Sager. Man könne eine Familie mit einem behinderten Kind nicht schlechter vor Diskriminierung schützen als einen jungen Farbigen. Auf die Frage «Können Sie nicht verstehen, dass einige Sozialdemokraten sauer auf Sie sind? So nach dem Motto: Wir haben über fünf Millionen Arbeitslose und die Grünen beschäftigen sich mit Spielwiesen wie dem Antidiskriminierungsgesetz» antwortete Sager: «Das sind Einzelstimmen. Wir haben das Antidiskriminierungsgesetz mit der SPD vorbereitet und werden es gemeinsam durchsetzen. Wir sind da im europäischen Vergleich längst im Verzug.» sch  

 
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