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15.03.2005 - 09:33

Nicht im eigenen Saft schmoren.

Mulfingen (kobinet) Für Elke Bartz vom Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen - ForseA e.V. - haben die Entwicklungen in Rheinland-Pfalz, wo mit einer Zielvereinbarung das ambulante Wohnen gestärkt werden soll, und die Diskussion zur Reform des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen gezeigt, wie wichtig es ist, dass behinderte Menschen nicht nur in ihrem eigenen Saft schmoren. Einmischung sei gefordert und nur wenn behinderte Menschen selbst an den Tafeln der Entscheidungen statt an den Katzentischen sitzen, könnte deren Stimme hörbar und entscheidend werden. Um dieses Ziel voran zu treiben führt ForseA am 1. und 2. April in Zusammenarbeit mit dem Mainzer Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen eine Tagung in Mainz durch. «Nach gut sieben Monaten, während denen wir nun die Kampagne 'Marsch aus den Institutionen - Reißt die Mauern nieder' zusammen mit einer Vielzahl von Organisationen und Einzelpersonen betreiben, ist es offensichtlich, wie wichtig es ist, dass wir behinderte Menschen selbst uns effektiv in die Strukturen des bestehenden Systems und vor allem in Veränderungsprozesse einbringen. Neben den Entwicklungen in Rheinland-Pfalz und in Hessen, ist mir auch bei einer Tagung des Familienministeriums zum Heimrecht deutlich geworden, dass das Motto 'Nichts über uns ohne uns' des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderungen längst noch nicht mit Leben gefüllt ist und wir deshalb ständig Präsenz zeigen müssen. Viele Entscheidungen werden nach wie vor weitgehend unter Ausschluss der Betroffenen gefällt», erklärte Elke Bartz. Daher wollen sich die Veranstalter der Tagung am 1. und 2. April in Mainz unter dem Motto: «ambulant vor stationär» gezielt den möglichen Veränderungsprozessen für die Stärkung ambulanter Hilfen und den hierfür nötigen Strategien widmen. Bis Ende der Woche sind noch Anmeldungen für diese Tagung möglich. omp Link zur Tagungsausschreibung 

 
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