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21.03.2005 - 08:05

Internationaler Tag gegen Rassismus.

Berlin (kobinet) Der Internationale Tag gegen Rassismus erinnert heute an die blutige Niederschlagung einer friedlichen Anti-Apartheidsdemonstration im südafrikanischen Sharpville am 21. März 1960. Es kamen 69 Menschen ums Leben, als damals die Polizei in die protestierende Menge schoss. Das Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin hat aus diesem Anlass zu einer Veranstaltung eingeladen, bei der die Forderung nach einem umfassenden Antidiskriminierungsgesetz im Mittelpunkt steht. Das Antidiskriminierungsnetzwerk und die Türkische Gemeinde in Deutschland veranstalten in Kooperation mit der Werkstatt der Kulturen eine Fachtagung zum Thema «Antidiskriminierungsgesetz -Herausforderung für die Bundesrepublik Deutschland und Berlin». In der Einladung wurde die Sorge von Betroffenenorganisationen geäußert, «dass in der Bundesrepublik Deutschland Menschen jeden Tag Opfer von Diskriminierung und Ungleichbehandlung werden». Das geschehe «nicht nur aufgrund ihrer ethnischen oder zugeschriebenen Herkunft, sondern aufgrund ihrer sexuellen Identität, ihres Geschlechts, des Alters, ihrer Religionszugehörigkeit, einer Behinderung, der Sprachkompetenz oder ihrer Staatsangehörigkeit». Die Ablehnung eines umfassenden Antidiskriminierungsgesetzes durch die christdemokratische Opposition hat gestern noch einmal CDU-Generalsekretär Volker Kauder bekräftigt und von der rot-grünen Regierungskoalition eine 1:1-Umsetzung der EU-Richtlinien verlangt. Alles andere sei nicht akzeptabel. Der Präsident des Sozialverbands VdK, Walter Hirrlinger, warnte hingegen davor, Behinderte weiter zu diskriminieren. «Wer das Antidiskriminierungsgesetz für Behinderte ablehnt, will die Ausgrenzung behinderter Menschen und verstößt damit gegen das Grundgesetz», sagte Hirrlinger der «Bild am Sonntag». sch  

 
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