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21.03.2005 - 08:52

Sondergesetz für Terri Schiavo.

Florida (kobinet) Der Streit um das Leben einer Koma-Patientin in den USA hat sich förmlich zu einem Krimi entwickelt. Nach langem Streit hat der Senat und das Repräsentantenhaus der USA nun ein Sondergesetz verabschiedet, durch das die Komapatientin Terri Schiavo aus Florida am Leben erhalten werden soll. US-Präsident Bush unterbrach einem Bericht der tagesschau zufolge seinen Osterurlaub, um das umstrittene Gesetz zu unterzeichnen.

Terri Schiavo ist 41 Jahre alt. Vor 15 Jahren setzte ihr Herz nach einer Stoffwechselstörung aus, so dass die junge Frau in ein Koma fiel. Seither wird sie künstlich am Leben erhalten und über eine Magensonde ernährt. Zehn Jahre nachdem Terri Schiavo ins Koma fiel gab der zuständige Bezirksrichter ihres Heimatsstaates Florida, George Greer, dem Antrag ihres Ehemannes, Michael Schiavo, auf Abbruch der künstlichen Ernährung statt. Doch nur zwei Tage nach Entfernung der Magensonde verfügt ein anderer Richter dem tagesschau-Bericht zufolge die Wiederaufnahme der Ernährung. Während ihr Mann, Michael, sich auf frühere Aussagen seiner Frau beruft, sie wolle nicht künstlich am Leben erhalten werden, versuchen ihre Eltern, Mary und Bob Schindler, die Abschaltung der lebenserhaltenden Geräte zu verhindern. Ihre Tochter reagiere auf Stimmen und habe im Koma sogar gelacht und geweint, werden sie in der tagesschau zitiert.

Als im vergangenen Monat erneut die Entfernung der Magensonde angeordnet und als Termin den 18. März festsetzt wurde, schaltete sich das Repräsentantenhaus in Washington ein. Nun wurde ein Sondergesetz verabschiedet, das vorsieht, dass Terri Schiavo weiterhin am Leben erhalten werden soll. omp
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