
Leinefelde (kobinet) Der Wunsch von Stefan Göthling zu Ostern ist so einfach wie bestechend. Der im thüringischen Leinefelde wohnende Geschäftsführer des Netzwerk People First Deutschland wünscht sich, dass die Hilfen für behinderte Menschen so organisiert werden, wie der Verkauf anderer Waren in einem Kaufhaus. So versteht er die Idee des Persönlichen Budgets und würde dies gerne in der Praxis erleben. «In der Regel ist die Behindertenhilfe so organisiert wie eine Einheitsstrumpfhose. Keinem passt diese so richtig und es zwickt und zwackt an allen Ecken und Enden. Um die Hilfen wirklich an die Bedürfnisse und Wünsche der Betroffenen anzupassen, müssen diese wie in einem Kaufhaus organisiert werden. Man kann hingehen, sich die Angebote anschauen und einkaufen, was man braucht und passt», erklärte Stefan Göthling gegenüber den kobinet-nachrichten. Das Netzwerk People First Deutschland will sich daher in die Diskussion um Persönliche Budgets verstärkt einmischen und auf ganz praktische Weise deutlich machen, wie das gehen kann und sein sollte. «Denn gerade Menschen mit Lernschwierigkeiten werden häufig in die 'Einheitsstrumpfhose' Behindertenheim oder Werkstatt für behinderte Menschen gezwängt. Hier tun Alternativen dringend Not», so Göthling. omp