
Mainz (kobinet) Für Matthias Rösch vom rheinland-pfälzischen Sozialministerium stellt der Abschluss der Zielvereinbarung Wohnen, die im Dezember 2004 in Rheinland-Pfalz verabschiedet wurde, ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Stärkung ambulanter Wohn- und Unterstützungsformen dar. Dies erklärte der Mitarbeiter des Ministeriums heute auf der Tagung «ambulant vor stationär - Marsch aus den Institutionen», die heute Mittag im Mainzer Rathaus zu Ende geht. Der vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit, den kommunalen Spitzenverbänden, allen in der Liga der freien Wohlfahrtsverbände zusammengeschlossenen Träger, Dienste und Einrichtungen sowie von den Verbänden der Selbsthilfe abgeschlossenen Zielvereinbarung war ein über 1 1/2jähriger Verhandlungs- und Diskussionsprozess vorausgegangen. Ein solcher Prozess sei nach Ansicht von Matthias Rösch sehr wichtig, um sämtliche Beteiligte auf dem Weg der Veränderung mitzunehmen und gemeinsame Ziele zu entwickeln. «Die Zielvereinbarung Wohnen sieht unter anderem vor, dass gemeinsame Projekte zur schrittweisen Dezentralisierung von Einrichtungen und zum Auf- und Ausbau differenzierter ambulanter Strukturen entwickelt werden. Das Persönliche Budget soll zudem weiter ausdifferenziert werden und es soll sichergestellt werden, dass auch Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf in die Veränderungsprozesse mit einbezogen werden», so Matthias Rösch heute in Mainz. In der Diskussion wurde deutlich, wie wichtig es ist, dass sich behinderte Menschen selbst in derartige Veränderungsprozesse mit einbringen und diese entscheidend mit vorantreiben. Sei es die Arbeitsgruppe zum Persönlichen Budget in Baden-Württemberg oder die Veränderungsprozesse im Landeswohlfahrtsverband Hessen, so sei hier Engagement und auch zuweilen der nötige Druck gefordert, um die Beteiligung der Betroffenen einzufordern und durchzusetzen. omp Link zur Zielvereinbarung Wohnen