
Düsseldorf (kobinet) Mit einem neuen Spot will das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk action medeor auf die Aids-Katastrophe in Afrika aufmerksam machen. Comedy-Star Anke Engelke war als Botschafterin der action medeor dabei, als der Spot jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde: Irgendwo in Afrika. Eine Säuglingsstation in einem Krankenhaus. Poröse Wände, rissige Farbe, rostiges Metall. Eine hochschwangere schwarze Frau wird gerade in den Kreißsaal geleitet. Eine Hebamme trägt vorsichtig ein Neugeborenes zu einer Reihe von Kinderbetten. Behutsam legt sie das Kind in eines hinein, an dem eine Plakette mit Namen und Geburtsdatum am Fußende des Bettchens befestigt ist. Die Kamera fährt die Reihe der Babybetten entlang. Zwei, drei, vier Paare kleiner schwarzer Füße zappeln hin und her. Zwei Kinderstimmen singen «Happy Birtday to you, happy Birthday to you, happy Birtday little Baby.» Die Stimmen verstummen. Im letzten Bett bewegen sich die Füßchen nicht. Ein bedrohlicher Klang steigt an. Die Plakette fehlt - stattdessen hängt ein Bändchen mit einem Schild am großen Zeh. Dann die Stimme aus dem Off: «Jede 6. HIV-Infektion erfolgt während der Geburt. Medikamente, die das verhindern können, kosten 38 Euro.» Als eigentliche Katastrophe sieht Bernd Pastors von der action medeor die Tatsache, dass in den am schlimmsten betroffenen Ländern die Aidskranken nicht behandelt werden können, obwohl es die Medikamente gibt. «Die Übertragung von Aids während der Geburt von der Mutter auf das Neugeborene kann zum Beispiel verhindert werden.» Das allein könnte die Infektionsrate um fast 17 Prozent senken. «Ich war schockiert zu hören, dass mehr als 90 Prozent der HIV-infizierten Menschen in einem Entwicklungsland leben und nur etwa ein Prozent dieser Bedürftigen tatsächlich eine Therapie erhalten», sagt Comedy-Star Anke Engelke. Sie hat ein Projekt der action medeor im westafrikanischen Benin besucht. sch