18.04.2005
- 08:54
95 Prozent der Tramhaltestellen barrierefrei.
Kassel (kobinet) 1987 gingen in Kassel im Rahmen einer bundesweiten Demonstration unter dem Motto «Busse und Bahnen für alle» über 250 behinderte und nichtbehinderte Menschen auf die Straße und protestierten für barrierefreie Verkehrsmittel. Zumindest in Kassel löste dies eine Reihe von Aktivitäten aus, denn heute sind dort nach neuesten Informationen der Kasseler Verkehrsgesellschaft 95 Prozent der Tramhaltestellen barrierefrei nutzbar.
Wie Michael Wiesenhütter am Wochenende in der Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen bekannt gab, sind derzeit 95 Prozent der Tramhaltestellen im Kasseler Straßenbahnnetz barrierefrei zugänglich. Allein in diesem Jahr sollen drei weitere zentrale Tramhaltestellen mit Hochbordsteinen versehen werden, so zum Beispiel vor dem Rathaus und am Friedrichsplatz in der Fußgängerzone. Eine neue Haltestelle wird im hochfrequentierten Vorderen Westen barrierefrei errichtet, bei der lange Zeit angezweifelt wurde, dass dies geht.
Dabei war das Prinzip der Hochbordsteinlösung in Kassel lange Zeit höchst umstritten. Die Behindertenbewegung hatte Hublifte zum Einstieg in die Straßenbahnen und Busse gefordert, was jedoch von der Kasseler Verkehrsgesellschaft stets strikt abgelehnt wurde. Mittlerweile gibt es eine Kombination der Hochbordsteine und von Klapprampen, mit der der Zugang für RollstuhlnutzerInnen geschaffen wird. omp
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