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12.11.2003 - 09:47

Lebenshilfe warnt vor Haustür- und Telefongeschäften.

Marburg (kobinet) Die Lebenshilfe hat heute vor unseriösen Haustür- und Telefongeschäften gewarnt und als sichere Alternative Produkten aus Werkstätten für behinderte Menschen offeriert. Rund 150.000 Menschen mit körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung arbeiten in bundesweit 1.200 Werkstätten für behinderte Menschen. Ihre handgefertigten Produkte präsentieren sie auf Basaren, Weihnachtsmärkten, in eigenen Werkstattläden und im Lebenshilfe-Katalog «Geschenk-Ideen». Keinesfalls aber an Haustüren oder per Telefonverkauf. Die Lebenshilfe warnt deshalb vor unseriösen Anbietern, die meist über Telefonagenturen oder durch so genannte Drückerkolonnen an der Haustüre mit zum Teil falschen oder irreführenden Angaben versuchen, Mitleid zu erwecken, um häufig überteuerte Produkte zugunsten ihrer eigenen Firmenkasse besser verkaufen zu können. Bei Haustür- oder Telefongeschäften handelt es sich nicht um Produkte aus Werkstätten für behinderte Menschen. Wird dennoch damit geworben, dass die Produkte von behinderten Menschen hergestellt wurden und der Erlös deren Unterstützung dient, sollten folgende Regeln beachtet werden: Lassen Sie sich nicht zu einer schnellen Entscheidung drängen. Lassen Sie sich genau erklären - und falls möglich, schriftlich belegen - wie behinderte Menschen an der Herstellung beteiligt waren und welcher Anteil einem guten Zweck zufließt. Fragen Sie nach, ob hinter der Aktion ein gemeinnütziger Verein, eine Behinderten-Einrichtung steht und wer dort wann, wo und wie für eventuelle Rückfragen zu erreichen ist. Erkundigen Sie sich zunächst bei dieser Adresse, ob «alles mit rechten Dingen zugeht» und sagen Sie selbst bei kleinen Zweifeln lieber «Nein Danke» zu dem Angebot. Lehnen Sie es ab, Waren zu überhöhten Preisen oder in großer Stückzahl zu bestellen, «weil es ja einem guten Zweck dient». Produkte aus Werkstätten für behinderte Menschen können und möchten in Preis und Qualität mit anderen Artikeln auf dem Markt konkurrieren. Falls Sie an den angebotenen Waren interessiert sind, fragen Sie nach einem Katalog oder schriftlichen Angebot, um später in Ruhe zu wählen. Wenn Sie sich doch zu einem Kauf entschieden haben und unzufrieden mit Preis und Produkt sind, machen Sie von Ihrem Rückgaberecht Gebrauch. Nähere Informationen dazu bei allen Verbraucherzentralen. Scheuen Sie sich nicht, die Polizei zu informieren, falls die Anbieter aggressiv auftreten oder das Angebot unseriös wirkt. sch  

Sichere Alternative bietet der Lebenshilfe-Katalog 

 
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