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21.04.2005 - 07:30

Neue Türen zur beruflichen Teilhabe öffnen.

Berlin (kobinet) Die Bundesgeschäftsführerin des Behindertenverband Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben Deutschland - ISL e.V. -, Barbara Vieweg, fordert die Politik, Verwaltung und die Anbieter im Bereich der Behindertenhilfe im Vorfeld einer internationalen Tagung zur beruflichen Teilhabe behinderter Menschen auf, die heute im Kleisthaus in Berlin stattfindet, behinderten Menschen neue Türen zur beruflichen Teilhabe zu öffnen. Noch viel zu oft würden behinderte Menschen in eine Schublade gedrängt, auf Sonderwelten verwiesen und ihre Potenziale verkannt. «Mit mehreren Projekten im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative Equal der Europäischen Union hatten wir in den letzten Jahren die Möglichkeit, neue Wege für behinderte Menschen zur beruflichen und gesellschaftlichen Teilhabe zu testen und einzuschlagen. Dabei zeigte sich deutlich, dass die Probleme meistens im oftmals sehr unflexiblen System der beruflichen Rehabilitation und in den Köpfen steckt. Unsere Erfahrungen zeigen, dass vieles möglich ist, wenn man sich auf die Stärken und Interessen der behinderten Menschen anstatt ständig auf deren Defizite stützt und integrative Wege einschlägt», erklärte Barbara Vieweg. Vor allem im Übergang von der Schule ins Berufsleben sei eine wichtige Schnittstelle, bei der es gelte, die behinderten SchülerInnen möglichst früh zu unterstützen. Dabei habe sich vor allem der Einsatz von selbst behinderten MentorInnen als sehr erfolgreich erwiesen, die den behinderten Jugendlichen ganz praktisch vermitteln können, wie sie mit ihrer Behinderung umgehen können, was trotz Behinderung möglich ist und was auf sie im Berufsleben zukommt. «Wichtig ist, dass der Automatismus für den Verweis behinderter Menschen auf Sondereinrichtungen gestoppt und die Integration auf dem allgemeinen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt für behinderte Menschen die Regel wird», so Barbara Vieweg. omp 

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