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20.04.2005 - 14:45

Ein-Euro-Jobs bis zur Rente sind keine Lösung.

Berlin (kobinet) Der Sozialverband Deutschland hat heute davor gewarnt, ältere Arbeitslose zu billigen Arbeitskräften zweiter Klasse abzustempeln. Verbandspräsident Adolf Bauer forderte die Bundesregierung auf, das angekündigte Programm mit 50.000 Zusatzjobs für ältere Arbeitslose (kobinet 19.4.05) so zu gestalten, dass sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstehen. «Ein-Euro-Jobs bis zur Rente sind keine Lösung. Ältere Arbeitlose sind qualifiziert und motiviert. Sie dürfen nicht zu billigen Arbeitskräften zweiter Klasse abgestempelt werden. Sie brauchen keine Beschäftigungstherapie, sondern einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz. Wir fordern daher, das angekündigte Programm mit 50.000 Zusatzjobs für ältere Arbeitslose so zu gestalten, dass sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstehen», erklärte Bauer. Auf diese Weise könnten durch Beitragszahlungen weitere Rentenanwartschaften erworben werden. Das stärke auch die sozialen Sicherungssysteme. «Mit einem Ein-Euro-Job werden hingegen keinerlei zusätzlichen Rentenansprüche erworben. Die Bundesagentur für Arbeit zahlt für Arbeitslosengeld II-Bezieher nur einen pauschalen Beitrag zur Rentenversicherung in Höhe von 78 Euro. Daraus ergibt sich später ein Rentenanspruch von nur 4,26 Euro monatlich», so Bauer. Vorrangiges Ziel müsse auch für ältere Arbeitslose die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt bleiben. sch  

 
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