
Frankfurt (kobinet) «Behinderte Menschen - nur selten ein Thema für die Medien», so titelte der blinde Journalist Keyvan Dahesch einen Artikel für das ver.di-Magazin «Menschen Machen Medien», mit dem dieser die mangelnde Bereitschaft vieler Medien, über die Belange behinderter Menschen zu berichten, kritisiert. «Für Menschen mit Behinderungen gibt es nach wie vor unzählige Barrieren im Alltag, die es ihnen nicht ermöglichen am gesellschaftlichen Leben gleichberechtigt teilzuhaben. Auch am diesjährigen 5. Mai werden deshalb europaweit Aktionen stattfinden, um darauf aufmerksam zu machen, dass schätzungsweise 40 Millionen Menschen in Europa postulierte Menschenrechte vorenthalten werden. Seit 1992 wird der Europatag - an diesem Tag wurde 1949 der Europarat gegründet - für diese Demonstrationen genutzt. Für die Mehrzahl der Medien ist dies dennoch kaum ein Thema», schreibt Dahesch in dem Artikel, um dann zu fragen: «Muss sich denn ein gelähmter Mann im Rollstuhl mit einem 50-Tonnen-Kran von außen an das Fenster der Beratungsstelle des Rathauses hieven lassen, damit die Tagesschau und die Heute-Sendung darüber berichten, wie schwierig es für ihn ist seine Stadtverwaltung auf gewöhnlichem Weg zu erreichen? So geschehen am 5. Mai 1998 in Berlin-Lichtenberg vor den in- und ausländischen Fernsehkameras». omp Link zum Artikel von Keyvan Dahesch