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29.04.2005 - 07:00

Programm zum Ausbau des Betreuten Wohnens.

Köln (kobinet) Die Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) hat ein Programm zum Ausbau des Betreuten Wohnens und zur Förderung der Einzelintegration behinderter Kinder beschlossen. Im Rahmen der Haushaltsberatungen hat die politische Vertretung des LVR, die Landschaftsversammlung Rheinland, einige Beschlüsse zur Verbesserung der Hilfen und der Integration von Menschen mit Behinderungen gefasst. So wurde die Verwaltung beauftragt, ein Anreizprogramm aufzulegen mit dem Ziel einer deutlichen Erhöhung der ambulanten Angebote im Bereich der Wohnhilfen. Als Teil dieses Konzeptes soll der LVR befristet bis 2010 darauf verzichten, von den Empfängerinnen und Empfängern ambulanter Wohnhilfe eine Kostenbeteiligung aus eigenem Einkommen und Vermögen einzufordern bzw. Unterhaltspflichtige heranzuziehen. Ferner sollen Anreize für Leistunganbieter entwickelt werden, die bereit sind, ihr Angebot im Sinne des Grundsatzes «ambulant vor stationär» umzugestalten. Ausserdem beschloss die Landschaftsversammlung mit den Stimmen von SPD, Bündnis 90/Grüne und FDP, die gemeinsam die politische Mehrheit stellen, ergänzend zum vorhandenen Betreuungsangebot auch Plätze für die Einzelintegration behinderter Kinder in Tagesstätten zu finanzieren. Auf die Erhebung eines Elternbeitrags soll verzichtet werden. omp Uwe Frevert vom Vorstand der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben Deutschland - ISL e.V. - begrüßte die beschlossenen Maßnahmen zur Stärkung des Grundsatzes ambulant vor stationär und forderte andere Kostenträger auf, ähnliche Wege zur Deinstitutionalisierung behinderter Menschen zu gehen. «Eine Vielzahl von Modellen und Erfahrungen haben gezeigt, dass niemand mehr in einer stationären Einrichtung für behinderte Menschen leben muss. Daher fordern wir einerseits eine konsequente Deinstitutionalisierung und andererseits den Ausbau von ambulanten Angeboten, die auch Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf gerecht werden. Der Landschaftsverband Rheinland hat mit seinen beschlossenen Maßnahmen einige Schritte in die richtige Richtung getan, denen nun auch von anderen Kostenträgern viele weitere folgen müssen», so Uwe Frevert. omp Die Anträge sind im Internet dokumentiert. Die Haushaltsreden der Fraktionsvorsitzenden der Landschaftsversammlung stehen ebenfalls im vollen Wortlaut auf der Presseseite des LVR. 

 
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