Kopf-Werbung und Navigation überspringen
Kopf-Werbung überspringen

Werbung
Werbebanner zu Hier könnte Ihr Werbebanner sein
Werbebanner zu Sommercamp 2012 selbstbestimmtes Leben
Werbebanner zu Barrierefreie Reiseziele
Werbebanner zu Netzwerk PROBudget
Link zur Startseite Link zur Inhaltsübersicht Link zu Informationen Link zur Kontaktseite
Druckversion
14.11.2003 - 07:30

Unterrichtskonzept «Behinderte Menschen und Schule».

München (kobinet) Der Münchner Pädagoge Peter Ruch hat ein Unterrichtskonzept «Behinderte Menschen und Schule» entwickelt, das nach Ansicht von Klaus Reichenbach von der Interessenvertretetung Selbstbestimmt Leben in Deutschland einfach genial und genial einfach ist. Im Rahmen des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderungen werden dieses Konzept und die dazugehörigen Materialien erst einmal vor allem in Bayern verbreitet und dort in Schulen eingesetzt. Nach einer kurzen Schulung durch selbst behinderte DozentInnen können LehrerInnen die entwickelte Unterrichtseinheit zum Thema Behinderung ab der 4. Grundschulklasse bis hin zum Abitur in verschiedensten Fächern einsetzen. Ganz praktisch erleben die SchülerInnen dabei das Thema Behinderung. Sie lernen dabei nicht nur theoretisch etwas darüber, sie können sich auch praktisch damit auseinandersetzen. «Jede Unterrichtseinheit wird mit einem Unterrichtsbesuch durch einen behinderten Menschen erweitert, der aus seinem Leben berichtet», erläutert Peter Ruch. Das Unterrichtsmaterial kann im Deutsch- oder Sportunterricht, aber auch in anderen Fächern wie zum Beispiel Physik, eingesetzt werden. Man kann aber auch die heimische Umgebung aus der Sicht behinderter Menschen erkunden und neu erleben. Dazu beinhaltet das Unterrichtsmaterial auch eine Anleitung zu einer Stadterkundung. Dabei steht immer der Blick auf eine selbstbestimmte Lebensführung behinderter Menschen und ihre gesellschaftliche Integration im Mittelpunkt. «Die SchülerInnen machen immer selbst praktische Erfahrungen. So gibt es die Möglichkeit, die Schule mal aus der Sicht eines blinden Menschen zu erkunden. Dazu werden den SchülerInnen die Augen verbunden, ein blinder Gast führt die Kinder dann durch die Schule. Für sie eine spannende Entdeckungsreise, die sie anschließend kritisch auswerten sollen», so Peter Ruch weiter. Das Projekt startet zunächst landesweit in Bayern. Im Rahmen des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderungen ist es gelungen, eine erste Reihe von Lehrerfortbildungen zu starten und 300 hochwertig produzierte Exemplare des Unterrichtsmaterials zu produzieren. Das Material kann auf Grund der hohen Qualität über viele Jahre in den Schulen eingesetzt werden. In den nächsten Wochen werden dazu an verschiedenen Orten Bayerns Lehrerfortbildungen angeboten. Nach einer ½ tägigen Schulung können die teilnehmenden LehrerInnen sofort mit der Nutzung des Unterrichtskonzepts und der Materialien beginnen. Doch das Unterrichtsprojekt wird sich langfristig nicht nur auf Bayern beschränken. Schon jetzt steht fest: mit Hilfe des Deutschen Sparkassen Verlags in Stuttgart wird eine Lightversion des Materials produziert. Diese wird zeitgleich mit dem Start des Projektes in Bayern an die ca. 580 deutschen Sparkassen verschickt, die sie dann im Rahmen ihrer regionalen Fördermaßnahmen bundesweit an Schulen verteilen können. Langfristig kann diese Unterrichtseinheit durch ihren frühen Einsatz schon bei sehr jungen SchülerInnen sehr viel zum Gelingen einer ganz selbstverständlichen Integration behinderter Menschen führen. Darin liegt auch ihr besonderer Wert. «Zusammen mit unseren Förderern setzen wir darauf, dass das Unterrichtsmaterial und Konzept schon bald an möglichst vielen Schulen in ganz Deutschland eingesetzt wird. Die Chance dazu ist vorhanden», meint Klaus Reichenbach von der ISL e.V., die das Projekt beantragt hat und koordiniert. Dabei spricht die breite Kooperation im Rahmen des Projektes für sich. Denn dieses wird im Rahmen des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderungen nicht nur vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, sondern auch von der Aktion Mensch, dem Sparkassenverband Bayern, der Stadt München, dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen und dessen Projekt «Na und!» gefördert. omp  

 
Empfehlen Sie diese Seite Ihren Freunden bei Facebook
Leserbrief schreiben
Artikel versenden

Druckversion
Seitenanfang
Startseite

an den Anfang springen
Impressum

Validiert nach
Valid HTML 4.01
Mediadaten

© 2002-2012 kobinet-nachrichten

Dieser Internetauftritt wurde mit dem Content Management System @it
der dimedis GmbH, Köln erstellt.