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05.05.2005 - 10:08

Medientipp Extra: Fernseh-Tatort «Minenspiel».

Köln (kobinet Am Sonntag (8.5.05) zeigt das Erste um 20:15 Uhr den Tatort «Minenspiel». Beim Joggen ist der Unternehmer Lars Fresinger im Kölner Stadtwald auf eine Mine getreten und verblutet. Max Ballauf und Freddy Schenk vermuten einen terroristischen Hintergrund. Bei ihren Ermittlungen wird deutlich, dass das Verbrechen im Profitstreben deutscher Minenproduzenten wurzelt. «Mit der Terminfestlegung zu diesem brisanten Thema beweisen die Programmverantwortlichen Fingerspitzengefühl», sagte heute in einer Pressemitteilung der für das Hilfswerk MISEREOR zuständige Erzbischof Dr. Werner Thissen über die Entscheidung der ARD, den Film am 60. Jahrestag des Kriegsendes zu zeigen. «Das Thema ist ebenso aktuell wie brisant. Der Film zeigt, dass 60 Jahre nach Kriegsende mit auch in Deutschland hergestellten Bomben ein barbarischer und schmutziger Krieg geführt wird - Leidtragende sind die Zivilisten vor allem in fernen Ländern, denen die Minen schwerstes Leid zufügen, häufig genug Kindern». Deutschland zählt weltweit zu den größten Minenproduzenten. Trotz des von vielen Staaten inzwischen unterschriebenen Ottawa-Abkommens zum Verbot von Landminen sind weltweit mehr Minen verlegt als je zuvor - über 110 Millionen Stück. Viele davon kommen aus deutscher Produktion. An der Herstellung und Verbreitung von Minen und Streumunition seien viel zu viele deutsche Firmen beteiligt, so der Erzbischof - «jeder Mensch in Deutschland muss sich fragen, wie das zu rechtfertigen ist.» sch  

 
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