
Frankfurt (kobinet) Anlässlich des 5. Mai, des Europäischen Protesttags behinderter Menschen, hat das Frankfurter Zentrum für selbstbestimmtes Leben (ZsL) an einem Infostand in der Innenstadt Passanten darüber informiert, wie schlecht viele Arztpraxen von Menschen mit Behinderung genützt werden können. «Eine gute Adresse für RollstuhlfahrerInnen, die Arzt- und Krankengymnastikpraxen im Haus zum Bienenkorb, an der Konstabler Wache, im Zentrum von Frankfurt? Fast. Der Eingang hat keine Stufen, ein Aufzug führt zu den oberen Stockwerken. So weit eines der wenigen gut zugänglichen Ärztehäuser in Frankfurt», erklärt Andrea Rüb vom ZsL. Aber was, wenn sich nach der Wartezeit beim Arzt oder nach den Gymnastikübungen ein gewisses Bedürfnis einstelle? Eine behindertengerechte Toilette fehle. Mehrfach habe das ZsL auf diese Situation aufmerksam gemacht. Ein Architektenentwurf habe dem Eigentümer, der mittlerweile gewechselt hat, vorgelegen. Unterstützt wurde das Anliegen von mehreren Praxisinhabern. Zu einem Umbau sei es jedoch bisher nicht gekommen. Nun informierte das ZsL an einem Infostand in der Innenstadt Passanten darüber, wie schlecht viele Arztpraxen von Menschen mit Behinderung genützt werden können. Die meisten Vorübergehenden hätte nach Angaben des ZsL sofort verstanden, warum weiterer Protest notwendig ist. Auch viele Rollstuhlfahrer hatten sch informierten. Ob selbst behindert oder nicht: Über hundert Nutzer des Ärztehauses unterstützten die Initiative mit ihrer Unterschrift. Eine junge Frau mit einem Zwillingskinderwagen meinte: «Ich unterstütze Ihre Initiative gerne und bin auf jeden Fall dafür, dass die Praxen für Menschen mit Behinderung besser zugänglich werden. Schön wäre, wenn eine große Toilette dann auch einen klappbaren Wickeltisch hätte, das würde mir auch sehr helfen, wenn ich mit meinen Kindern dort bin». elba
Auch RollifahrerInnen müssen mal dürfen