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kobinet-nachrichten
11.05.2005 - 09:54
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Von Johann Kreiter Weimar (kobinet) Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit veranstaltete «Tourismuskonferenz - Ost» in Weimar, wo sich alle wichtigen Tourismusverbände trafen, war mit hochkarätigen Referenten sicherlich eine wichtige Veranstaltung, um den Tourismus in den neuen Bundesländern an zu kurbeln. Schließlich ging es darum, dass die neuen Bundesländer zwar mit ihren Paradeländern Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Brandenburg guten Zuspruch erfahren, aber doch noch nicht Zuspruch von den alten Bundesländern bekommen. Der Bundesministerminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, stellte in seiner Rede fest, dass zwar viel getan wurde, aber man doch noch etwas draufsatteln könne. Er hob hervor, dass die Tourismusverbände wie die Deutsche Zentrale für Tourismus, der Deutsche Tourismusverband, das Deutsche Seminar für Tourismus und die Nationale Koordinationsstelle Tourismus für Alle mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband viel zur Verbesserung beigetragen haben. Aber mit der Fußball-Weltmeisterschaft werden neue Aufgaben auf alle zukommen, die auch gemeinsam angegangen werden müssen. Jürgen Reinholz, Thüringens Minister für Wirtschaft, Technologie und Arbeit, stellte in diesem Zusammenhang fest, dass die besten touristischen Angebote nichts nützen, wenn sie nicht für alle zugänglich sind. «Deshalb ist es auch im Hinblick auf die Vermarktung unserer kulturellen Sehenswürdigkeiten von besonderer Wichtigkeit, den Zugang zu ihnen barrierefrei zu gestalten», so der Minister. «Für den Tourismus insgesamt ist es deshalb von nicht zu unterschätzender Bedeutung, dass sich alle Beteiligten, von den Museumsbetreibern bis zu den Gastronomen und Hoteliers, viel intensiver als bisher mit dem Thema Barrierefreiheit beschäftigen.» Es war gut zu hören, dass die Thematik auch in den Räumen der Landespolitik und Bundespolitik ihren Platz gefunden hat und auch in einigen Fällen umgesetzt wird. Leider ist es aber immer noch nicht ausreichend. Gerade Spezialreiseveranstalter haben bundesweit immer noch große Problem, ihre Reisegruppen in guten Hotels unterzubringen. Hier ist noch ein großer Bedarf abzudecken. Dass hier die Natko weiterhin gefordert sein wird, liegt auf der Hand. Sie wird sich auch in Zukunft in Zusammenarbeit mit allen Tourismusverbänden für mehr Barrierefreiheit einsetzen. Auch in den Tagungsunterlagen, in denen sich die neuen Bundesländern mit ihren Handlungsfeldern präsentierten, wurde deutlich, dass das Thema «Tourismus für alle!» nicht vergessen wurde. Nur in guter Koordination mit allen beteiligten Bundesverbänden in der NatKo und den Tourismusverbänden wird dieses Ziel erreichbar sein. sch
Klaus Poll schrieb am 11.05.2005, 13:38
Es ist sehr zubegruessen das die Bundes- und Landesminister in unserer Republik, dass "barrierefreie Reisen fuer alle", als ein wuenschenwertes Ziel diffinieren. Das wird auch hoechste Zeit! Nur bleibt mir als Leser einen solchen Artikels, ein bitterer Geschmack auf der Zunge kleben. Ich frage hier ernsthaft, ob die Politiker ihre eigensgeschaffenen Gesetze nicht kennen. Die meisten behinderten Menschen in diesen Land leben von der Sozialhilfe/Grundsicherung und deshalb koennen bzw. duerfen sie auch nicht reisen. Grundsicherung/Sozialhilfe und Pflegegeld sind immer noch ortsgebundene Gelder und wenn jemand den Ort, auch nur fuer kurze Zeit verlaesst, kann die Zahlung aller oeffentlicher Gelder sofort eingestellt werden. Ich rufe die Politiker auf, dass "barrierefreie Reisen fuer alle", auch fuer alle moeglich zu machen.
Klaus Poll
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