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16.05.2005 - 10:31

Verbrauchermagazin testete Waschmaschinen.

Wien (kobinet) Das österreichische Verbrauchermagazin «Konsument» hat in der Mai-Ausgabe gefragt: «Kann man von Haushaltsgeräteherstellern verlangen, ihre Produkte so zu gestalten, dass auch behinderte Personen sie bedienen können.» Die Frage wurde mit einem Ja beantwortet, weil «Gutes Design für alle» Vorteile bringt. Zwölf gängige Waschmaschinen wurden getestet. Erstmals haben die Tester dabei die Bedienungsfreundlichkeit der Produkte für behinderte Menschen unter die Lupe genommen. Ihr Fazit: Die Handhabung ist oft schwierig. Probleme machen vor allem die Reinigung des Flusensiebes und die Notentleerung. Im Vorwort erwähnte Chefredakteur Gerhard Früholz: «Gutes Design für behinderte Menschen ist gutes Design für alle.» Der Test verlief recht knapp. «In einer sonst sehr einheitlichen Produktgruppe tun sich da plötzlich große Unterschiede auf», berichtet Früholz. «Für Rollstuhlfahrer ist vor allem die Erreichbarkeit ein Problem. Lässt sich die Tür nicht weit genug öffnen, haben sie Schwierigkeiten, die Wäsche in die Maschine zu legen oder sie herauszunehmen. Die meisten Türen lassen sich heute schon bis 180 Grad öffnen, von den untersuchten Geräten begnügt sich nur 'Elin WA A 140 E' mit einem Öffnungswinkel von 100 Grad. Das Entleeren des Flusensiebes ist bei fast allen Modellen eine Tortur, nur bei 'Whirlpool AWM 6121/2', die auch insgesamt in dieser Gruppe am besten abschneidet, gelingt es etwas besser», so das Testurteil. Weiters wurde festgehalten: «Menschen, deren Greiffunktion und Gefühlssinn beeinträchtigt sind, benötigen große Schalter und Knöpfe. Diese dürfen nicht zu nahe beieinander stehen, weil sonst unter Umständen der falsche gedrückt wird. Probleme gibt es beim Öffnen der Türe und der Waschmittellade, die größten wiederum bei Flusensieb und Notentleerung. Nur 'Electrolux EWF 1484' und 'Gorenje WA 63141' schaffen ein knappes 'gut'.» Die besten Urteile - so Konsument - gibt es im Prüfpunkt «Personen mit Sehbehinderung»: Hier wurde herausgefunden: «Die Produktaufschriften sind gut lesbar, die Kontraste Schrift/Untergrund stimmen. Die Miele-Waschmaschine bietet auf Wunsch auch eine Bedienblende in Braille-Schrift für blinde Menschen. Nut 'Indesit WI 142 EU' fällt aus dem Rahmen: Die Stellung des Programmschalters ist nicht erkennbar, der Abstand zwischen den Tasten ist zu eng.» «Konsument» schlussfolgert: «Kleine Änderungen im Design sind für die Mehrzahl der Menschen mit Behinderung eine große Verbesserung. Davon können aber auch alle anderen profitieren - schließlich muss jeder Mensch mit zunehmendem Alter damit rechnen, dass ihm seine Hände oder Beine nicht mehr so gehorchen wie gewohnt.» So wichtig der «Konsument»-Test war, so unverständlich bleibt die Entscheidung, die Bewertungen bezüglich Bedienbarkeit durch behinderte Menschen nicht im Gesamturteil zu berücksichtigen. lad 

 
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