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kobinet-nachrichten 17.05.2005 - 18:40
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Führung der Weltgesundheitsorganisation kritisiert

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Genf (kobinet) Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat heute der Führung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgeworfen, sich nicht genug für eine Verbesserung des Zugangs zu erschwinglichen Medikamenten in ärmeren Ländern einzusetzen. «Als Gesundheitsexperten mit Programmen gegen HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria in Entwicklungsländern sind wir bestürzt darüber, dass die Leitung der WHO ihre speziell eingerichteten Kapazitäten innerhalb des Hauses nicht ausgebaut hat, um den Zugang zu bezahlbaren Medikamenten zu erweitern», sagte Rowan Gillies, Internationaler Präsident von Ärzte ohne Grenzen, in Genf. 2001 entwickelte die WHO ein Projekt, um eine verlässliche internationale Referenz für die Beschaffung von lebensnotwendigen Medikamenten bereitzustellen. Das Programm bewertet unter anderem Produktdossiers, die wichtige Daten über Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit von Medikamenten enthalten. Es ist nicht als Ersatz für nationale Zulassungsbehörden gedacht, soll aber ärmeren Ländern aushelfen, die nur begrenzte Möglichkeiten haben, die Qualität von Arzneimitteln selbst zu überprüfen. «Sollte der WHO-Generaldirektor die Kapazitäten dieses entscheidenden Programms jedoch nicht ausweiten, riskiert er, dass das Projekt eher eine Barriere denn ein Werkzeug für den Zugang zu Medikamenten ist», sagte Gillies. Derzeit sei das Projekt personell und finanziell viel zu gering ausgestattet. sch  

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