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20.05.2005 - 08:37

Rauchverbot in Krankenhäusern.

Berlin (kobinet) Nur 50 von 2.000 deutschen Kliniken sind bisher rauchfrei. Der Ärzteverband Marburger Bund fordert daher nun ein Rauchverbot in sämtlichen deutsche Kliniken.

«Rauch gehört nicht ins Krankenhaus, und die Ärzte haben eine Vorbildfunktion», so wird der Verbandschef des Marburger Bundes Frank Ulrich Montgomery im Berliner Tagesspiegel zitiert. Ausnahmen dürfe es lediglich für Kranke geben, wenn der Nikotinentzug zu Störungen des Heilungsprozesses führe.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk (SPD) hatte einem Bericht der tagesschau zufolge am Mittwoch eine Kampagne gegen das Rauchen in Krankenhäusern angekündigt. Die Raucherquote bei Ärzten betrage 20 Prozent, beim Pflegepersonal sogar 40 Prozent. omp
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Birgit Kübler schrieb am 22.05.2005, 09:48

Krankenhäuser sind Orte des Heilens

Daß Tabakrauch und Zigarettenautomaten nichts in Krankenhäusern zu suchen haben, daß ist wohl selbstverständlich. Daß es Ausnahmen für Nikotiniker geben soll, ist nicht einzusehen, weil Passivrauchen die Heilung anderer Patienten sich verschlechtern würde.

Plato: "Ein miserabler Arzt und schwacher Mensch ist derjenige, welcher seine Patienten behandelt und zuläßt, daß sie auf demselben Wege weitergehen, der sie krank gemacht hat."

Jedes Krankenhaus ist nicht nur für giftfreies Essen und giftfreie Getränke verantwortlich, sondern auch für reine, tabakrauchfreie Atemluft. Darauf hat jeder Patient ein Recht. Reine Luft ist besser für alle, und Tabakrauch ist Angriff auf das Leben. In Recklinghausen wird leider im Knappschaftskrankenhaus geraucht, sogar auf der Intensivstation. Hoffentlich gehört dieses Martyrium für die Patienten und nicht rauchenden Krankenschwestern bald der Vergangenheit an.

Mit freundlichen Grüßen
Birgit Kübler

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