
Berlin (kobinet) Im Berliner Tierpark wird Nachwuchs bei den afrikanischen Elefanten erwartet, nachdem bei ihren asiatischen Artengenossen schon drei Jungtiere prächtig gedeihen. Im Augsburger Zoo sorgt indessen eine Art afrikanisches Dorf für Aufregung, das vom 9. bis 12. Juni vorgeführt werden soll. «Die Zoowelt entwickelt sich ständig weiter, stets im Sinne eines besseren Wohlbefindens der gehaltenen Tiere», wird auf der Webseite des Augsburger Zoos festgestellt. Mit dem für vier Tage angekündigten «African Village» wurden jedoch Erinnerungen an die Völkerschauen vergangener Zeiten geweckt. «Um eine einmalige afrikanische Steppenlandschaft gruppieren sich Kunsthandwerker, Silberschmiede, Korbflechter, Zöpfchenflechter», heißt es im Werbetext der Veranstaltung. Zoodirektorin Dr. Barbara Jantschke sieht den Tierpark als richtigen Ort, «um auch die Atmosphäre von Exotik zu vermitteln». So antworte sie auf eine besorgte Nachfrage eines schwarzen Schweizer Bürgers. Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, ein bundesweiter Verein von Bürgern afrikanischer Herkunft, hat gegen «eine kolonialrassistische Zur-Schau-Stellung im Zoo» protestiert. «Wie wäre es», so wurde gefragt, «mit einer - unserer Ansicht nach typisch deutschen - Kulisse des Rotwild- oder Wildschweingeheges, vor der bayerische BergdörflerInnen zu bestaunen sind und uns mit ihrer Handwerkskunst und ihren kulinarischen Spezialitäten auch gleich die touristischen Weiten deutscher Landstriche authentisch vor Augen führen?» sch