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kobinet-nachrichten 21.05.2005 - 09:23
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Klonen muss verboten bleiben

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Berlin (kobinet) Die Regierungskoalition strebt trotz neuer Forschungserfolge im Ausland keinen Kurswechsel in der Biopolitik an, berichtet heute die Berliner Zeitung. «Wir brauchen keine Lockerungen beim Embryonenschutz. Dafür gibt es keinen Anlass», sagte der Bioethik-Experte der SPD, René Röspel, dem Hauptstadt-Blatt. Wer angesichts der Klonexperimente in Südkorea den Menschen jetzt Hoffnung auf Heilung, mache handle unverantwortlich, so Röspel. Der Politiker ist Vorsitzender der Enquetekommission «Recht und Ethik in der modernen Medizin» im Bundestag und studierter Molekular-Biologe. Zuvor war bekannt geworden, dass koreanische Wissenschaftler erstmals Körperzellen Kranker per Klonverfahren in einen embryonalen Zustand zurückversetzt haben. Damit sind die Forscher einem Verfahren zur Herstellung von menschlichem Ersatzgewebe zumindest näher gekommen. Zeitgleich hatten britische Forscher erstmals in Europa menschliche Embryonen geklont. In Deutschland sind solche Versuche per Gesetz verboten. Beim so genannten therapeutischen Klonen müssen menschliche Embryonen getötet werden, um embryonale Stammzellen herzustellen. Nach Einschätzung von Röspel sind die neuen Forschungsergebnisse zwar ein «methodischer-technischer Fortschritt». Die dabei gewonnenen Stammzellen hätten aber noch immer die genetischen Erbkrankheiten inne und seien deswegen zur Heilung nicht einsetzbar. Autoimmunkrankheiten wie zum Beispiel Diabetes seien von dieser Art der Forschung überhaupt nicht betroffen. «Ich sehe weit und breit keinen Durchbruch», so Röspel. Regierungssprecher Bela Anda dementierte einen Bericht, wonach Bundeskanzler Gerhard Schröder angesichts der neuen Erkenntnisse einen Kurswechsel in der Biopolitik plane, um das therapeutische Klonen zu erlauben. Es bedürfe zur Zeit keiner neuen Gesetzgebung, so Anda. Nach dem deutschen Stammzellgesetz ist zwar der Import embryonaler menschlicher Stammzellen aus dem Ausland unter Auflagen erlaubt. Anders als in Südkorea oder Großbritannien wird deren Gewinnung mit Hilfe des Klonens aber untersagt. sch  

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