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27.05.2005 - 07:01

Die Zukunft muss in der Gemeinde stattfinden.

Mulfingen (kobinet) Im Hinblick auf den bevorstehenden Bundestagswahlkampf fordert die Vorsitzende des Forums selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA e.V.) Elke Bartz, die Parteien, die zur Bundestagswahl antreten auf, sich eindeutig für ein Leben behinderter Menschen in der Gemeinde statt in so genannten «Behindertenheimen» auszusprechen. «Da im vor uns liegenden Bundestagswahlkampf viel von 'Reformen', vom 'Richtungswechsel' und von einem 'Neuanfang' die Rede sein wird, fordern wir von den Parteien, die für den Deutschen Bundestag kandidieren, diese Ideen auch ernsthaft auf die Behindertenpolitik zu übertragen. Denn gerade hinsichtlich der Art und Weise, wie viele behinderte Menschen in unserer Gesellschaft leben müssen, brauchen wir dringend 'radikale Reformen', einen 'unumkehrbaren Richtungswechsel' und einen 'Neuanfang' - und zwar in Richtung ambulant vor stationär», erklärte Bartz. Die Behindertenverbände würden daher die Ansätze und formulierten Ziele der einzelnen Parteien im Wahlkampf genau analysieren und behinderte Menschen ermutigen, ihr Abstimmungsverhalten an diesen für viele behinderte Menschen existenziellen Fragen zu orientieren. «Die Zukunftsmusik für behinderte Menschen muss in der Gemeinde spielen. Wir wollen nicht in Aussonderungseinrichtungen auf der grünen Wiese, sondern in den eigenen vier Wänden wohnen und dort die Unterstützung bekommen, die wir für ein selbstbestimmtes Leben brauchen. Hier unterscheiden wir uns von den PolitikerInnen viel weniger als diese wahrscheinlich oft denken. Deshalb wird es Zeit, dass dieser Wechsel des Denkens endlich in Buchstaben in den Parteiprogrammen gegossen wird, einen unumkehrbaren Einzug in die Praxis und die Bestimmungen in der deutschen Behindertenarbeit und -politik hält», so Bartz. omp 

 
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