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kobinet-nachrichten 31.05.2005 - 08:02
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Aus Telebus wird mobilcab

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Berlin (kobinet) In einem Monat wird der Berliner Sonderfahrdienst für Menschen mit Behinderungen neu geregelt. Aus Telebus wird mobilcab, berichtet die Berliner Behindertenzeitung (BBZ) in ihrer Juni-Ausgabe und widmet dem Thema Mobilität mehr als vier Seiten. Das neue Konzept bedeute soviel Öffentlicher Personennahverkehr wie möglich und soviel Sonderfahrdienst wie nötig. In einem BBZ-Interview beteuert Thomas Necker vom Vorstand der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) als Ziel des Unternehmens, Mobilität für alle zu erreichen, obwohl beträchtliche Investitionen angesichts leerer Landeskassen nötig sind . «Wir werden aber trotz angespannter Finanzlage bei allen Bauvorhaben die barrierefreie Nachrüstung entsprechend berücksichtigen. Selbstverständlich werden neue Fahrzeuge barrierefrei und damit behindertengerecht ausgestattet sein», versicherte Necker. Von 170 U-Bahnhöfen verfügen heute 53 über einen oder mehrere Aufzüge und zehn Bahnhöfe über Rampen. 72 Prozent aller Straßenbahnlinien werden ganz oder teilweise mit Niederflurbahnen bedient. «Im Omnibusbereich werden 2005 und 2006 an 300 neue Eindeckbusse eingesetzt im Austausch gegen alte Fahrzeuge. Gleichzeitig erwarten wir die Lieferung der ersten neuen Doppeldecker, die die Buslandschaft in Berlin prägen werden und die erstmals über zwei Aufstellplätze für Rollstuhlfahrer verfügen», informierte der amtierende BVG-Chef. Mit Beginn des nächsten Jahrzehnts werden neue Straßenbahnen beschafft, um die in die Jahre gekommenen Tatra-Bahnen zu ersetzen. Moderne Niederflurbahnen verschiedener Anbieter werden getestet (siehe auch kobinet 31.3.05). Bernd Döring von der Taxizentrale, die ab 1. Juli die Regie über den «Fahrdienst für Menschen mit Behinderung im Land Berlin» übernimmt, kündigte Kostenersparnis im Betrieb und Vorteile für die Nutzer durch moderne Technik an: «Damit kommt auf die Nutzer eine merkbare Verbesserung des Service zu: Sie können spontan einen Wagen bestellen und aufgrund der Satelliten-Ortung sofort gesagt bekommen, wann das Fahrzeug vor Ihrer Tür ankommen wird.» Der Geschäftsführer von City-Funk sieht als Herausforderung an, «mit immer weniger finanziellen Mitteln trotzdem einen funktionierenden Service hinzubekommen». Die Frauen und Männer vom Spontanzusammenschluss «Mobilität für Behinderte», so das Blatt des Berliner Behindertenverbandes, sehen die höhere Eigenbeteiligung der Betroffenen als sozialpolitisch verfehlt an. Mobilität sei schließlich Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Dafür hatten zum Europäischen Protesttag für die Gleichstellung an die 300 behinderte Menschen Unter den Linden demonstriert (siehe auch kobinet 5.5.05). sch  

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