
Hamburg (kobinet) Das für diese Woche angekündigte Spektakel «African Village im Augsburger Zoo» hat zu Protesten in der ganzen Republik geführt. Wie der Spiegel (6.6.05) berichtet, räumte Zoodirektorin Barbara Jantschke inzwischen ein, den Titel wohl «unüberlegt gewählt» zu haben. Proteste kamen vor allem von Deutschen afrikanischer Herkunft (siehe auch kobinet 21.5.05), die sich durch das afrikanische Dorf neben der Paviananlage an vergangene Völkerschauen erinnert fühlten. Die Veranstalter begriffen die «historische Dimension ihres Projekts» nicht, was sie betrieben sei die «Reproduktion kolonialer Blickverhältnisse, in denen schwarze Menschen als exotische Objekte, als Un- oder Untgermenschen in trauter Einheit mit der Tierwelt in einer offenbar zeitlosen Dörflichkeit betrachtet werden können und den Mehrheitsdeutschen als Inspiration für künftige touristische Reiseziele dienen», zitiert der Spiegel die Kritiker. «Jantschke kann ‚die Aufregung nicht verstehen', ein Mitorganisator sei selbst ‚gebürtiger Afrikaner mit schwarzer Hautfarbe' und dem Augsburger Togoverein werde ein Platz ‚kostenlos zur Verfügung' gestellt, der Zoo sei ‚genau der richtige Ort, um die Atmosphäre von Exotik zu vermitteln. Vorige Woche kamen ihr doch Zweifel zumindest am Titel, der ‚unüberlegt gewählt» sei», schreibt das Hamburger Nachrichtenmagazin. sch