
Berlin (kobinet) Hubertus Siegert hat einen Dokumentarfilm zum Thema Schule und Lernen in Berlin gedreht. Da es sich bei «Klassenleben» um Elfjährige der Fläming-Grundschule in Schöneberg handelt, warten auch Berliner Eltern mit behinderten Schülern gespannt auf diesen Film. Nach den Sommerferien kommt der Film am 1. September in die Kinos. Siegert und sein Team haben eine Klasse mit 20 Kindern, davon vier behindert, lernbehindert bis schwerst mehrfach behindert, begleitet. Die Schule sammelt bereits seit 1975 Erfahrungen mit dem Konzept, kein Kind aus einer Klasse auszuschließen. «Diese Grundschule macht seit Jahrzehnten Integration - und das vorzeigbar», mailte Martina Bindel von einer Berliner Eltern-Arbeitsgemeinschaft und empfahl kobinet eine Voraufführung des Films. Das nach den Sommerferien greifende, neue Schulgesetz behält den Absatz «Integration hat Vorrang», so die Mutter einer Tochter mit Down Syndrom. In Berlin werden viele behinderte Kinder die Chance erhalten, in Regelgrundschulen eingeschult zu werden. Nach der flexiblen Schuleingangsphase können die Lehrer allerdings bereits integrierte Kinder nach der 2. bis 3. Klasse dann doch wieder aussondern. Deshalb hoffen Martina Bindel und die Eltern-AG, dass sich viele Lehrer diesen Film ansehen und so motiviert werden, sich für den integrativen Unterricht einzusetzen. sch