
Isny im Allgäu (kobinet) Nach der Auszeichnung in dem vom deutschen Familienministerium ausgeschriebenen Wettbewerb behindertengerechter Tourismusgemeinden und Beherbergungsbetriebe hat Isnys Kurdirektor Otto Burkhart angekündigt, dass seine Gemeinde künftig noch mehr touristische Einrichtungen gemeinsam mit Behinderten entwickeln wolle. Die Kurverwaltung in Isny im Allgäu (Kreis Ravensburg) erhielt den Bundespreis in Silber für einen Naturerlebnispfad, der für gehbehinderte Gäste und Rollstuhlfahrer speziell angelegt wurde. Das Ministerium würdigte, dass der «ausgefallene Naturerlebnisweg auch für Familien mit kleinen Kindern und Kinderwagen nutzbar ist». Baden-Württemberg erhielt vergangene Woche in Berlin die meisten Preise in diesem Wettbewerb. Vergeben wurde der «Bundespreis 2003 - Familienzeit ohne Barrieren» in Gold und in Silber an fünf Einrichtungen im Land. Mit dem Bundespreis in Gold wurde der Biergarten «Food Court» in Heilbronn ausgezeichnet. Beteiligt in der Jury waren das Bundesfamilienministerium, der Deutsche Tourismusverband sowie mehrere Behindertenverbände. Die Parlamentarische Staatssekretärin Christel Riemann-Hanewinckel sagte: «Menschen mit und ohne Behinderungen sollen selbstbestimmt leben können und das muss auch für den Urlaub gelten.» Der Wettbewerb hat nach Ansicht des Deutschen Tourismusverbandes auch verdeutlicht, dass «vielen Anbietern touristischer Dienstleistungen nicht bewusst ist, was für ein großer Markt sich hinter den Reisenden mit Beeinträchtigungen verbirgt». Nachahmenswerte Beispiele hingen oft nur vom guten Willen der Beteiligten und von deren Informationsstand ab. sch