
Berlin (kobinet) Die PDS und die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) haben sich heute darauf geeinigt, gemeinsam als Linksbündnis bei der vorgezogenen Bundestagswahl im September zu kandidieren. Die vorgesehenen Spitzenkandidaten Gregor Gysi und Oskar Lafontaine rechnen damit, dass die Wahlchancen des Bündnisses gegen die große Koalition der Abschaffung des Sozialstaates bei acht bis zehn Prozent liegen. Die vereinigte Linke könnte damit zur drittstärksten Kraft im Deutschen Bundestag werden. In Sachsen hat sich der Aktivist der Behindertenbewegung, Ilja Seifert, heute um die Kandidatur für einen vorderen Platz auf der PDS-Landesliste beworben. Seifert war bereits von 1990 bis 1994 und von 1998 bis 2002 Bundestagsabgeordneter der PDS. Der Rollstuhlfahrer, der sich auch als Vorsitzender des Berliner Behindertenverbandes (BBV) und stellvertretender Vorsitzender des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland (ABiD) für die Interessen behinderter Menschen engagiert, will die dort gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen sowie dort erarbeiteten Forderungen, Vorschläge und Konzepte in die Parlamentsarbeit einbringen. Seifert erklärte gegenüber den kobinet-nachrichten seine Absicht, die Forderungen der Behindertenbewegung zu einem Antidiskriminierungsgesetz, Nachteilsausgleichen, Assistenzsicherung und ethischer Akzeptanz in das Wahlprogramm des Linksbündnisses einzubringen. hjr