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20.06.2005 - 12:25

Blinde Schicksale.

Hannover (kobinet) Stimmen für ein Volksbegehren gegen die vollzogenen Kürzungen beim Blindengeld will der niedersächsische Blinden- und Sehbehindertenverband (BVN) am 22. Juni ab 16 Uhr auf dem Kröpcke in Hannover sammeln. Anhand von konkreten Schicksalen werden die Auswirkungen der Kürzungen, die vor einem halben Jahr eingeführt wurden, dargestellt. Rund 12.000 blinde Menschen leben in Niedersachsen. Die Kürzungen treffen jedoch nicht nur sie alleine. Das zuvor einkommens- und vermögensunabhängige Blindengeld erhalten nur noch diejenigen, deren Einkommen und Vermögen auf dem Sozialhilfeniveau liegt. Dabei werden jedoch auch das Einkommen und Vermögen der Angehörigen berücksichtigt, so dass letztendlich weitaus mehr als die 12.000 Menschen betroffen sind. Brigitte Beschenbossel (Telefonistin), Günther Schleifer (Pädagoge), Edelgard Obst (Rentnerin), Lydia Steinhorst (wiss. Dokumentarin) und Joachim Ernst (Dipl. Verwaltungswirt) leben unmittelbar mit dem Folgen der Kürzungen, die für viele eine komplette Streichung bedeuten. Diese fünf Personen werden an ihren persönlichen Beispielen darstellen, welche gravierenden Einschränkungen sie und ihre Familien im Alltagsleben hinnehmen müssen. Anschließend werden die in Blindenschrift verfassten Beispiele in Kartons verpackt und auf Schubkarren verladen. Ein von drei Musikern begleiteter «Trauerzug» zieht dann zum Sozialministerium, um Sozialministerin von der Leyen mit den Auswirkungen ihrer Sparpolitik zu konfrontieren. elba Nähere Informationen zur Veranstaltung beim Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e. V., Harald Stegmann, Leiter Öffentlichkeitsarbeit, Kühnsstraße 18, 30559 Hannover, Tel. 0511 51 04223, Fax 0511 51 04 455, Hotline Hotline Volksbegehren: 0511 - 51 04 224 / 225 / 226 / 257 oder E-Mail volksbegehren@blindenverband.org Internetseiten zum Volksbegehren  

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