
Heidelberg (kobinet) Heidelberg erwartet am Wochenende neben den beiden Superstars Hans Mayrhofer aus Österreich (Handbike) und Heinz Frei aus der Schweiz (Rennrollstuhl) eine Rekordbeteiligung zum Rollstuhl-Marathon. Bei mehr als 150 Anmeldungen könnte am Sonntag das größte Starterfeld in der Geschichte des Handbikesports unterwegs sein. Die größte Veranstaltung bisher war 2003 im elsässischen Rosenau mit 143 Fahrern und Fahrerinnen. Die hochmodernen Dreiräder mit Schaltung haben die Rennrollstühle überholt. Waren bei Langstreckenrennen früher zu einhundert Prozent Rennrollstühle am Start, beherrschen heute die Rennvelos mit der Handkurbel die Szene. Der Internationale Heidelberger Rollstuhlmarathon, der an der Neckarwiese gestartet wird, bietet optimale Bedingungen für die Athleten im Rennrollstuhl: Eine ebene Strecke entlang des Neckars, bester Straßenbelag, nur wenige Kurven und alle Voraussetzungen fürs Windschattenfahren. Der Schweizer Seriensieger Heinz Frei wird sich gegen jüngere Fahrer aus Algerien, Marokko, Tunesien, Nigeria und Barbados durchsetzen müssen, die neben europäischen Rivalen dabei sind. Der Heidelberger Marathon gehört in diesem Jahr wieder zur europäischen Rennserie European Handbike Circuit (EHC). Erstmals sind Start und Ziel an einer Stelle (Neckarwiese), wodurch sich die Strecke zwischen Heidelberg und Neckargemünd etwas verlängert. Aus dem klassischen Marathon wird ein Maxi-Marathon über 46 Kilometer (natürlich kann bei 42,195 Kilometern die Zeit gemessen werden). Johann Mayrhofer ist in Heidelberg schon einmal Weltrekord gefahren. Inzwischen liegt sein Marathon-Weltrekord bei 1:08.08. Österreichs Paralympics-Sieger trifft hier auf Marcel Pipek, seinen in Athen geschlagenen jüngeren tschechischen Rivalen. Ernst zu nehmende Gegner sind auch der derzeit im Wettstreit um den EHC-Cup führenden Holländer Kees van Breukelen und dessen Landsmann Johan Reekers. sch