
Berlin (kobinet) Die «erste Etappe» auf dem Weg in den Bundestag hat Dr. Ilja Seifert mit Bravour gemeistert, in dem er mit überwältigender Mehrheit das Direktmandat im Wahlkreis 157 holte (siehe auch kobinet-nachrichten vom 25. Juni). Knapp zwei Drittel der Stimmen konnte er für sich gewinnen. Seifert heute gegenüber kobinet: «Mein Gegenkandidat war der Vorsitzende der PDS-Stadtfraktion und Mitglied der Kreistagsfraktion. Sein Hintergrund ist eher ein wirtschaftspolitischer. Die Mitglieder standen also vor einer echten Alternative. Viele sagten, dass sie gern uns beiden ihre Stimme gäben, weil sich meine sozialpolitische Kompetenz und mein behindertenpolitisches Engagement gut mit seinem Wirtschaftsverstand ergänzten». Es freut Seifert besonders, dass sein Gegenkandidat sofort angeboten habe, mit ihm zusammen zu arbeiten und ihn ihm Wahlkampf zu unterstützen. Als nächster Schritt in Richtung Bundestagsmandat steht am 9. und 10. Juli in Freital die VertreterInnenkonferenz bevor, die die offene sächsische PDS-Landesliste wählt. Danach liegt es in der Macht der Wählerinnen und Wähler, ob Ilja Seifert sich in einer dritten Legislaturperiode im Bundestag für eine humanitäre Gesellschaft einsetzen kann. elba Kommentar von kobinet-Redakteurin Elke Bartz Seiferts Direktmandat kann durchaus bundesweit Zeichen setzen. Denn es zeigt, dass ein Rollstuhl nicht vom Blick auf Kompetenz und Sachverstand ablenken lässt. Vielleicht also ein Zeichen für andere Parteien, nicht vor der Nominierung behinderter Kandidatinnen und Kandidaten zurück zu schrecken.
Uwe Heineker schrieb am 28.06.2005, 07:37
... und drücke Dir für die bevorstehende BT-Wahl alle Daumen!