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28.06.2005 - 12:17

Daheim - nicht im Heim.

Frankfurt am Main / Herrenberg (kobinet) Die vom Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA) durchgeführte Kampagne «Marsch aus den Institutionen - Reißt die Mauern nieder» hat in Frankfurt am Main und in Herrenberg Station gemacht. «Es ist ganz schön anstrengend bei dieser enormen Hitze durch die Lande zu reisen», berichtet ForseA-Vorsitzende Elke Bartz heute gegenüber kobinet-nachrichten. «Da ich zusätzlich unterwegs war, um eine behinderte Frau dabei zu unterstützen nicht in ein 'Heim' oder betreutes Wohnen gezwungen zu werden, war ich am Wochenende ganz schön erledigt». Da jedoch die offiziell von der Aktion Mensch geförderte Kampagne Ende August ausliefe, sei es trotz der Temperaturen wichtig, weitere Veranstaltungen durchzuführen. Bartz berichtete, bei der Veranstaltung in Frankfurt sei es darum gegangen, dass alte Menschen mit Behinderungen nicht in Anstalten, sondern zuhause mit der notwendigen Hilfe ihren Lebensabend verbringen wollen. Als «Kontrastprogramm» sah sie die Veranstaltung in Herrenberg. Eltern der baden-württembergischen Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam leben - gemeinsam lernen hatten sie eingeladen, um mehr über Persönliche Assistenz und Persönliche Budgets zu erfahren. Ziel dieses Vortrages sei es, den behinderten Kindern und Jugendlichen jetzt und als Erwachsenen ein selbst bestimmtes Leben mitten in der Gesellschaft zu ermöglichen. «Bei diesem so völlig unterschiedlichen Veranstaltungen war es unzweifelhaft, dass die Wünsche und Bedürfnisse außerhalb von Anstalten zu leben, völlig unabhängig vom Alter sind und Anstaltsmauern endlich eingerissen gehören. Sie sind unnütz, überflüssig, ungewollt und menschenunwürdig, wenn man die potenziellen Bewohnerinnen und Bewohner und nicht die Betreiber, die daran verdienen, fragt», resümiert Bartz. hjr Ausführlicher Bericht zu den Veranstaltungen auf den Seiten von ForseA  

 
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