
Brüssel (kobinet) Auch auf der Ebene der Europäischen Union wird das Leben behinderter Menschen in der Gemeinde zunehmend zum Thema. Die Dachorganisation der Behindertenverbände in Europa - das Europäische Behindertenforum (EDF) - hat hierzu nun eine Arbeitsgruppe (Task Force eingerichtet, in die auch der Behindertenrechtler Ottmar Miles-Paul berufen wurde. Der langjährig in der Behindertenpolitik aktive Kasseler Stadtverordnete und Koordinator der Kampagne «Marsch aus den Institutionen - Reißt die Mauern nieder» wurde auf Vorschlag der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben Deutschland vom Deutschen Behindertenrat dem EDF empfohlen. Vor kurzem ging die Bestätigung der Berufung von Ottmar Miles-Paul in das zehnköpfige Gremium ein. Das erste Treffen der neugegründeten Task Force ist für Anfang September in Athen geplant. «Obwohl ich weiß, wie aufwändig eine effektive und zielgerichtete Mitarbeit in einem Gremium auf europäischer Ebene ist und welch langen Atem man da oft braucht, freue ich mich riesig auf die neue Aufgabe und Herausforderung. Auf diese Weise habe ich die Möglichkeit die in den letzten Monaten gewonnenen Erkenntnisse mit der Kampagne 'Marsch aus den Institutionen - Reißt die Mauern nieder' in einen breiteren Zusammenhang zu bringen und europaweit für das Leben behinderter Menschen in der Gemeinde statt in Sondereinrichtungen auf der grünen Wiese zu werben», erklärte Ottmar Miles-Paul. «Ich erhoffe mir daraus eine ähnliche europaweite Initiative für ein Leben in der Gemeinde wie mit der Erklärung von Barcelona in den 90er Jahren». hjr