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06.07.2005 - 11:12

Behinderte bei Entwicklungszusammenarbeit einbeziehen.

Jena/Erlangen (kobinet) Im Vorfeld des heute in Schottland beginnenden G-8-Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen fordert der Behindertenverband Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) die gleichberechtigte Einbeziehung behinderter Menschen in die Entwicklungszusammenarbeit. Beim G-8-Gipfel stellt die Verbesserung der Entwicklungshilfe ein Hauptpunkt der Beratungen dar. «Behinderte Menschen sind eine bedeutende Gruppe derjenigen, die unter Armut, Verschuldung und Krieg leiden. Daher müssen behinderte Menschen auch in die Entwicklungszusammenarbeit gleichberechtigt einbezogen werden. Denn allzu oft werden behinderte Menschen vergessen oder werde an ihren Bedürfnissen vorbei geplant», erklärte Dinah Radtke von der ISL e.V., die gleichzeitig auch Vizepräsidentin der in über 130 Ländern aktiven Bürgerrechtsorganisation Behinderter, Disabled Peoples' International, ist. Besonders der deutschen Entwicklungszusammenarbeit komme laut der Bundesgeschäftsführerin der ISL, Barbara Vieweg, eine besondere Bedeutung in der gleichberechtigten Berücksichtigung behinderter Menschen zu. «Wenn wir hierzulande die Gleichstellung und Selbstbestimmung Behinderter predigen, müssen wir dies auch weltweit praktizieren», fordert Barbara Vieweg. Besonders im Zeitalter in dem das Mainstreaming als Maßnahme der gleichberechtigten Einbeziehung der Belange Behinderter proklamiert werde, müsse auch die Beteiligung behinderter Menschen in der Planung und Durchführung von Aktivitäten zur Entwicklungszusammenarbeit sichergestellt werden. omp 

 
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