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06.07.2005 - 13:36

Spätabtreibungen sind unmenschlich.

Meschede (kobinet) Der kleine Tim aus Oldenburg wurde gestern acht Jahre alt. Er sollte 1997 wegen Down-Syndrom abgetrieben werden, hatte jedoch seine Abtreibung überlebt. Der «Fall Tim» hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt, da man ihn nach der versuchten Abtreibung neun Stunden nahezu unversorgt liegen ließ.

Die Stiftung «Ja zum Leben» wies anlässlich Tims Geburtstag darauf hin, dass sein Schicksal auf drastische Weise auf die völlig unzureichende Abtreibungsgesetzgebung in Deutschland aufmerksam macht. «Tim ist bei weitem kein Einzelfall. Allein im vergangenen Jahr wurden 200 Spätabtreibungen (nach der 23. Schwangerschaftswoche) beim Statistischen Bundesamt gemeldet. Nach Schätzungen von Fachleuten liegt die Dunkelziffer jedoch weitaus höher. Durch den stetig ausgeweiteten Einsatz der Pränataldiagnostik ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen», erklärte die Stiftung. Es sei davon auszugehen, dass beispielsweise 90-95% aller Kinder, bei denen das Down-Syndrom diagnostiziert wurde, abgetrieben werden. Darunter seien auch Kinder, die Opfer einer Fehldiagnose wurden.

Der Gesetzgeber müsse endlich handeln und Abtreibungen bis zur Geburt unterbinden, fordert die Stiftungsvorsitzende Johanna Gräfin von Westphalen. «Obwohl das Schicksal von Tim bekannt ist, hat sich der Deutsche Bundestag bisher nicht entschließen können, den Lebensschutz zu verbessern. Es wurden bereits mehr als 250.000 Unterschriften durch die Stiftung 'Ja zum Leben' und andere Organisationen gesammelt, um den akuten Handlungsbedarf zu unterstreichen.» Auf der Internetseite www.Tim-lebt.de informiert die Stiftung über ihre Kampagne.

Tim lebt bei einer Pflegefamilie, die sich liebevoll um ihn kümmert. «Neben dem Down-Syndrom muss er heute mit einigen zusätzlichen Behinderungen kämpfen - Folgen der versuchten Abtreibung. In diesem Frühjahr hat Tim zum zweiten Mal an einer Delphin-Therapie teilgenommen. Die Therapie hat erfreuliche Fortschritte bewirkt. Tim läuft jetzt schon einige Schritte selbständig und hat sich im kommunikativen Bereich deutlich verbessert», freut sich die Stiftungsvorsitzende. (Spendenkonto Nr. 771220001, Dresdner Bank Meschede, BLZ: 440 800 50, Stichwort: Delphintherapie) hjr
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

D. Heiermann schrieb am 25.02.2009, 21:06

"Spätabtreibungen sind unmenschlich"

Liebe LeserInnnen,

da haben wir mal wieder ein echtes Beispiel, was dafür spricht nicht
abtreiben zu lassen.
Meistens sind es nämlich Fehldiagnosen, die gestellt werden. Auch
muß hier angemerkt werden, das meist die Menschen nicht behindert
zur Welt kommen sondern viel zu oft wärend ihren Lebensverlauf
wie etwa durch einen Unfall oder etc. behindert werden

Ich finde auch das das Vorhaben der Bundesregierung im Sinne des
Schwangerschaftskonfliktberatungsgesetz es sich zu einfach macht.
Es ist nicht gut das Frauen unter Druck gesetzt werden sich innerhalb von drei Tagen zu einem ggf. Schwangerschaftsabbruch entscheiden zu müssen.
Aber ebenso ist es nicht gut das Ärzte zu einer lebenslangen
Unterhaltszahlung verpflichtet werden kann, wenn er nicht abteibt obwohl
es die zu Gebärdende wünscht ( siehe auch § 218 ).
Denn aus meiner Sicht ist ein Entfernen eines Embryos in der 20 sten
Schwangerschaftswoche Mord.

Wir als Menschen mit Behinderungen sollten uns mehr politisch engagieren und mit einbringen damit Gesetze auf dem Weg gebracht werden, die es verhindern das Menschen mit Behinderungen wie Personen zweiter Klasse behandelt werden. Und damit vermieden wird, das eine Wiederkehr der Zeit zwischen 1938 - 1945 ( Recht der Freien Meinungsäusserung gemäß GG Art. 5 ) entstehen könnte.


Mit freundlichen Grüßen

Dennis Friedel Heiermann

Michael Emken schrieb am 20.02.2009, 18:41

Die falsche Diaknose

Über einen Krank geredeten Kind !
Der Arzt B in oldendurg hat uns in der 4 Schwangerschaftsmonat dringend geraten einen abbruch zu machen,diaknose Down Syndrom
mind.5-8 Mal sagte er uns wir sollten das uns nicht zu lange überlegen.
Aber wir sagten-nein! klar haben wir uns gedanken gemacht,aber umbringen nein! Wir haben eine zweite meinung eingeholt ,in Krankenhaus Bremen Bei Dr B. die uns sagte das der kleine eine Zyste im hinterkopf hat. Aber auch einen Down Syndron nicht völlig ausschlisse.Uns weiterhin egal wir wollten den jungen haben.
Unser Sohn wurde mit einen Kaiserschnitt am 17.02 .2009 geboren.


Er ist gesund top fit
nur eine Zyste !!!!
Aber auch wenn er ein Down Syndrom gehabt hätte ich bin kein Richter und auch kein Gott,wir haben kein Recht ein Mensch zu töten.In übrigen Haben wir 8 Kinder eines ist leider vor 10 jahren verstorben,aber den Tod werden wir nie vergessen.
Ich rate jede schwangere bei down syndrom eine 2 untersuchung zu machen,macht den schritt nicht zu schnell.
Die diaknose wird zu schnell gestellt und dann ja evtl keiner kann das genau sagen.

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