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06.07.2005 - 14:52

Deutsche sparen an der Gesundheit.

Köln (kobinet) Nach der als «Gesundheitsreform» bezeichneten Sozialkürzung haben in Deutschland 77% der Menschen in den vergangenen zwölf Monaten weniger für ihre Gesundheit ausgegeben. Dies ergab jetzt die Studie «Health Care Monitoring 2005» des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts psychonomics AG zum deutschen Gesundheitsmarkt.

Nach eigenen Angaben verzichteten 40% der Bevölkerung im Krankheitsfall auf Medikamente und griffen stattdessen auf altbewährte «Hausmittel» zurück. 15% nahmen weniger rezeptpflichtige Medikamente ein, um Zuzahlungen einzusparen; 21% kauften weniger rezeptfreie Medikamente. 23% haben ihr Medikamenten-Einnahmevolumen zwar nicht grundsätzlich reduziert, aber auf preisgünstigere Arzneimittel zurückgegriffen.

Die Studie ergab weiterhin, dass sich die in Deutschland seit Jahren rückläufige Tendenz zum Arztbesuch unvermindert fortsetzt. Nur noch 29% der Deutschen gehen gleich zum Arzt, wenn sie sich unwohl fühlen oder spüren, dass sie krank werden (Vorjahr: 35%). «Rund 20% der Bundesbürger verschoben auf Grund der Praxisgebühr eigentlich sinnvolle Arztbesuche oder unterließen diese ganz. Insgesamt sind die Bundesbürger bezüglich der Entwicklungen im Gesundheitswesen nach wie vor stark verunsichert», heißt es in der Studie. Zu rezeptfreien Medikamenten greifen inzwischen 56% der Kranken. Der Apotheker, so heißt es, schlüpfe zunehmend in eine beratende Rolle und der Gang in die Apotheke werde zum «kleinen Arztbesuch zwischendurch». hjr
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