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06.07.2005 - 16:46

Wechsel an der Spitze des LWV Hessen.

Kassel (kobinet) An der Spitze des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen stehen ab dem 1. September Uwe Brückmann (CDU) als Landesdirektor und Evelin Schönhut-Keil (Bündnis 90/Die Grünen) als Erste Beigeordnete. Brückmann übernimmt die Funktion des bisherigen Landesdirektors Lutz Bauer (SPD), der zum 31. August mit Erreichen des 65. Lebensjahres in den Ruhestand wechselt. In der heutigen Plenartagung der Verbandsversammlung des LWV, dem Hessischen Sozialparlament, setzte sich der bisherige Erste Beigeordnete mit 40 Stimmen gegen seinen sozialdemokratischen Gegenkandidaten Stephan Aurand durch, auf den 34 Stimmen entfielen. Durch die Wahl Brückmanns wurde die Position des Ersten/der Ersten Beigeordneten vakant. Bei dieser Wahl votierte eine Mehrheit von 40 Abgeordneten für die bisherige Vizepräsidentin des Hessischen Landtages, Evelin Schönhut-Keil. Auch hier hatte der erneut von der SPD ins Rennen geschickte Gegenkandidat Stephan Aurand mit 34 Stimmen das Nachsehen. Bei den Wahlen konnten sich Brückmann und Schönhut-Keil auf die Stimmen der Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP stützen, die vor kurzem eine Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit im Hessischen Sozialparlament geschlossen hatten. Das neue Bündnis löst eine langjährige Kooperation zwischen den beiden stärksten Fraktionen von SPD und CDU ab. Nach der Wahl erhielten die beiden Politiker ihre Ernennungsurkunden und wurden vom Präsidenten der Verbandsversammlung, Kurt-Wilhelm Sauerwein, vereidigt. Das Netzwerk Artikel 3 und das Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen - ForseA e.V. - erhoffen sich von der Wahl der neuen Führung des Verbandes vor allem eine Neuorientierung in der Behindertenpolitik hin zu einem eindeutigen Vorrang der ambulanten vor der stationären Hilfe. Vor allem sei ein klares Zeichen für diese Umorientierung an die TrägerInnen nötig, hierzu sei ein Baustopp von weiteren Behinderteneinrichtungen überfällig. hjr 

 
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