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25.07.2005 - 14:26

5.000 beim Sozialforum in Erfurt.

Erfurt (kobinet) Die Themen Arbeitswelt, Globalisierung und sozialer Widerstand standen im Mittelpunkt der 250 Konferenzen, Seminare und Workshops des ersten Sozialforums in Deutschland, das vom 21. bis zum 24. Juli in Erfurt stattfand. Rund 5.000 Menschen aus allen Teilen der Bundesrepublik nahmen an diesem ersten umfassenden Treffen der sozialen Bewegungen teil, das in der Tradition des Weltsozialforums und der Europäischen Sozialforen Menschen und Gruppen verschiedenster politischer und religiöser Herkunft einen Raum für alternative Diskussionen geboten hat. Die Versammlung sozialer Bewegungen, auf der sich im Anschluss an das Forum die VertreterInnen verschiedener Netzwerke, Initiativen und Organisationen zusammenfanden, rief die Bevölkerung für den Herbst zu massiven Aktionen des sozialen Widerstands auf. Sie lud für den 21. November zu einer Aktions- und Strategiekonferenz der sozialen Bewegungen ein. In einer Erklärung der in Erfurt versammelten sozialen Bewegungen heißt es: «Als Teil der internationalen und globalisierungskritischen Bewegung trafen wir uns in Erfurt - nicht nur um die politischen und sozialen Verhältnisse grundlegend zu kritisieren, sondern auch um unsere Alternativen zu entwickeln für eine solidarische, demokratische, ökologische, nicht-patriarchale und sozial gerechte Gesellschaft. Ob es gelingt, weiteren neoliberalen Umbau zu verhindern, hängt entscheidend von den Protesten der sozialen Bewegungen vor und nach den Bundestagswahlen ab. Wer auch immer regieren wird und weiteren Sozialabbau betreibt, er muss mit unserem massiven Widerstand rechnen», heißt es in der abschließenden Presseerklärung. «Dieses Sozialforum war ein wichtiger Schritt zur Formierung einer breiten Front gegen den neoliberalen Großangriff auf die sozialen und demokratischen Rechte, der uns von der großen Koalition der Profitpolitiker auch im neuen Bundestag droht», sagte Hugo Braun vom Vorbereitungskreis des Sozialforums. «Ich bin sicher, dass dieses Forum dem sozialen Widerstand in Deutschland neue Impulse geben wird. Es hat eindrucksvoll die Gemeinsamkeit von Gewerkschaften, sozialen Bewegungen und anderen gesellschaftlichen Gruppen in dieser Auseinandersetzung mit den Vertretern von Kapitalinteressen unterstrichen». Wie Michael Zander vom Berliner Bündnis zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen gegenüber den kobinet-nachrichten berichtete, seien die Veranstaltungen des Sozialforums in hohem Maße auch für behinderte Menschen zugänglich gewesen. omp Link zum Sozialforum 2005 

 
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