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04.08.2005 - 11:06

Kritik an Verantwortungslosigkeit des Arbeitgeberverbandes.

Mainz (kobinet) Die Forderung des Arbeitgeberpräsidenten Dieter Hundt, die berufliche Rehabilitation behinderter Menschen aus dem Leistungskatalog der Bundesagentur für Arbeit zu streichen, ist bei der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) auf scharfe Kritik gestoßen. «Diese Forderung des Arbeitgeberpräsidenten spricht von einer krassen Verantwortungslosigkeit», stellte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der ISL, Hans-Peter Terno, fest. «Nach wie vor, entstehen die meisten Behinderungen in und durch das Arbeitsleben», bemerkte Terno, «zunehmender Stress führt zu einer stetigen Zunahme psychischer Behinderungen, viele Berufe sind gerade dazu prädestiniert, dass körperliche Behinderungen entstehen». Der Verzicht auf berufliche Rehabilitation durch die Arbeitsagentur würde zugleich eine völlige Abkehr von den sozialen Sicherungssystemen bedeuten, die zuerst mit der «Invalidenversorgung» begannen. Die ISL habe im Gegensatz zu Arbeitgeberpräsident Hundt in einem offenen Brief an alle Bundestagsabgeordneten gefordert, dafür zu sorgen, dass die Bundesagentur ihrem gesetzlichen Auftrag zur beruflichen Rehabilitation endlich wieder in vollem Umfang nachkommt. omp 

 
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