
Berlin (kobinet) Anlässlich der aktuellen Pflegestatistik des Statistischen Bundesamtes sieht die pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Petra Selg, einen umfassenden Handlungsbedarf beim Umgang mit Pflegebedürftigkeit. «Die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen wieder einmal den dringenden Handlungsbedarf bei dem Umgang mit Pflegebedürftigkeit. Ein wichtiger Baustein dabei ist die Stärkung der ambulanten und teilstationären Versorgung. Zu viele Pflegebedürftige müssen sich noch aufgrund mangelnder Versorgungsalternativen für einen Heimaufenthalt entscheiden», schreibt Petra Selg in einer Pressemitteilung. Gegenüber 2001 ist bei den stationär versorgten Pflegebedürftigen ein Anstieg um 5,9 Prozent (36.000 Personen) zu verzeichnen. Gleichzeitig steigen die Kosten für eine Heimunterbringung. «Diese Kosten übersteigen immer öfter die Finanzkraft der Pflegebedürftigen, immer öfter müssen Kommunen die Kosten auffangen», so Petra Selg. Aufmerksam müssten dabei die großen regionalen Schwankungen betrachtet werden - im Bundesdurchschnitt unterscheide sich der Zuwachs sowohl bei den Kosten als auch bei den pflegebedürftigen Personen. Diese Schwankungen dürften ihre Ursachen nach Ansicht von Petra Selg auch in den unterschiedlichen Möglichkeiten haben, familiäre und ambulante Pflege in Anspruch zu nehmen. «Diese neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen eindeutig, dass die von den Grünen bereits seit langem geforderte Reform der sozialen Pflegeversicherung notwendig und unausweichlich ist», fordert Petra Selg. omp