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kobinet-nachrichten
08.08.2005 - 00:50
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Mainz (kobinet) Für den 18. August ist von 21.00 bis 23.00 Uhr in Mainz eine «Nacht der Mobilität» von behinderten und nichtbehinderten Menschen am Mainzer Hauptbahnhof geplant. Damit sollen die Benachteiligungen behinderter Menschen aufgezeigt und für Lösungen bei der nächtlichen Beförderung behinderter Menschen mit der Deutschen Bahn geworben werden. Die Erfahrung der Mainzer Behindertenbeauftragten Marita Boos-Waidosch, dass nach 22.00 Uhr am Mainzer Hauptbahnhof, wie an vielen anderen Bahnhöfen Deutschlands auch, kein Ein- und Ausstieg mehr für RollstuhlnutzerInnen möglich ist, die auf die Nutzung des Hubliftes angewiesen sind, hat dazu geführt, dass sich in Mainz eine Aktionsgruppe zu diesem Thema gegründet hat. (siehe Bericht vom 31.07.2005) Die Gruppe, die von Gerlinde Busch vom Mainzer Zentrum für selbstbestimmtes Leben Behinderter koordiniert wird, hat nun mitgeteilt, dass sie am 18. August mit der «Nacht der Mobilität» eine erste Aktion am Mainzer Hautpbahnhof durchführt. Dabei soll zum einen auf den Mißstand hingewiesen werden, dass RollstuhlnutzerInnen praktisch nach 22.00 Uhr nicht mehr reisen können, und entsprechende Lösungen eingefordert werden. «Wir können es schlichtweg nicht hinnehmen, dass wir dermaßen in unserer Reisefreiheit eingeschränkt werden und wie früher praktisch um 22.00 Uhr ins Bett geschickt werden sollen. Ich möchte auch abends mal meine Freundin in Heidelberg besuchen können und auf der Party etwas länger bleiben. Für dieses grundlegende Recht kämpfen wir mit der 'Nacht der Mobilität'», erklärte die Behindertenbeauftragte von Mainz, Marita Boos-Waidosch. Die Mainzer Gruppe hofft, dass sich auch andere Städte, in denen es ähnliche Probleme gibt, ihrer Aktion anschließen, um damit entsprechenden Druck auf die Deutsche Bahn AG ausüben zu können. omp Kontakt: Gerlinde Busch, Tel. 06131-14674-3, dann mit Gerlinde Busch verbinden lassen.
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