
Münster (kobinet) In der ersten Augustwoche machte eine achtköpfige Gruppe von Menschen mit Behinderung aus Beckum Fahrradurlaub in Münster. Nachdem sie vom Projekt für einen Stadtführer für behinderte Menschen in leichter Sprache des Vereins Zugvogel e.V. erfahren hatten, wollten sie eine Tour durch Münster in ihr Programm aufnehmen. Gisela Holtz von Zugvogel e.V. begleitete die Gruppe dabei, wie sie die bisher entwickelten Ergebnisse des von der Aktion Mensch geförderten Projektes in der Münsteraner Innenstadt erprobten. «Abwechselnd hatte immer eine Person den Vorabdruck des Stadtführers in der Hand und führte die anderen zu den Sehenswürdigkeiten. Das klappte bis auf einige Kleinigkeiten sehr gut. Auch die historischen Beschreibungen der einzelnen Gebäude waren dank der Hilfe des Netzwerks People First Deutschland bei der Entwicklung für alle verständlich», schildert Gisela Holtz die Vorgehensweise bei der Tour durch Münster. Auf dieser Tour wurde der Prinzipalmarkt, Münsters «gute Stube» besucht, der Dom und die Bürgerhalle des Rathauses besichtigt. Den Abschluss bot ein Rundgang durch das Stadtmuseum, wo es viel zur Geschichte der Stadt zu sehen gab. «Neben dem Erbdrostenhof, einem kleinen Schloss mitten in der Einkaufsstraße, machte die Gruppe eine Kaffeepause in einem Straßencafé. Gerade da knallte die Sonne vom Himmel, so dass trotz des eigentlich durchwachsenen Wetters richtige Urlaubsstimmung aufkam», so Gisela Holtz. Die TeilnehmerInnen waren von der Stadtführung begeistert und Gisela Holtz vom Verein Zugvogel e.V. erklärte den kobinet-nachrichten gegenüber, dass sie sehr froh darüber sei, dass es allen so gut gefallen hat und der bisher entwickelte Stadtführer so gut angenommen worden sei. omp