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14.08.2005 - 00:19

Dreyer: Positive Zwischenbilanz zur Gesundheitscarte.

Mainz (kobinet) Eine positive erste Zwischenbilanz des Modellprojektes «Elektronische Gesundheitskarte Rheinland-Pfalz» in Trier hat die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Malu Dreyer diese Woche in Mainz gezogen. In den 45 am Projekt teilnehmenden Praxen beteiligen sich bislang 450 Patientinnen und Patienten. Sie haben ihre persönliche Gesundheitskarte erhalten und können sie bei den entsprechenden Arztpraxen einsetzen. Die 15 hausärztlichen und 30 fachärztlichen Praxen wurden von der Koblenzer Firma CompuGroup schrittweise EDV-technisch für die Nutzung der elektronischen Patientenkarte ausgestattet. Alle Praxen verfügen über einen sicheren Internetzugang, Kartenleser und eine entsprechende weiterentwickelte Software. Das Praxispersonal wurde in der Benutzung intensiv geschult. Das Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt des Ministeriums, der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz und der Firma CompuGroup. Der nächste Schritt ist die Beteiligung von zwei Trierer Krankenhäusern an dem Projekt. In der Krankenanstalt Mutterhaus der Borromäerinnen und dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder wurden nach Angaben der Ministerin mit finanzieller Unterstützung des Landes in Höhe von insgesamt 450.000 Euro die technischen Voraussetzungen geschaffen. Nun beginnen die organisatorischen Maßnahmen zur Nutzung der elektronischen Gesundheitskarte im Krankenhausalltag. Im Vordergrund stehen dabei die hausinternen Schulungen des Personals sowie der Aufbau eines Berechtigungsverzeichnisses für die Nutzung der Karte. Die Teilnahme der Krankenhäuser an dem Projekt ermöglicht den verbesserten Datenaustausch von Praxen und Kliniken. «Die elektronische Gesundheitskarte wird den Informationsaustausch zwischen Ärztinnen und Ärzten, Krankenhäusern, Apotheken und Krankenkassen erheblich verbessern und damit den Patientinnen und Patienten zugute kommen», ist die Ministerin überzeugt. «Ärztinnen und Ärzten gibt die elektronische Gesundheitskarte einen schnellen Überblick insbesondere über die konkrete Behandlungssituation und die Verträglichkeit verordneter Medikamente. Patientinnen und Patienten erspart sie Doppeluntersuchungen und bietet ihnen einen reibungsloseren Behandlungsablauf. Das Gesundheitswesen insgesamt profitiert durch einen verbesserten Informationsfluss und eine engere Vernetzung», so Malu Dreyer. omp 

 
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