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13.08.2005 - 15:58

Neuer Tiefpunkt der Kronen Zeitung.

Wien (kobinet) In der Steiermark ist Wahlkampf und die politischen Parteien sind nicht zimperlich, wenn es darum geht den politischen Gegner ins Zwielicht zu bringen. So wurde etwa SPÖ-Chef Franz Voves vorgeworfen für 230.000 sein Büro umgebaut zu haben. Die Rechtfertigung kam prompt. Die Kosten seien Gesamtkosten und darin seien unter anderem die generelle Sanierung der Bausubstanz sowie der Umbau die Schaffung eines behindertengerechten Zugangs enthalten. Voves hielt einen Tag der offenen Tür ab und sein angebliches Luxusbüro der Öffentlichkeit zu zeigen. Doch die Kronen Zeitung war für Argumente - besonders wenn sie gegen eine von ihr geführte Kampagne liefen - nie sonderlich zugänglich. Sie brachte am 12. August 2005 in der Kolumne «Herr Strudel» folgenden Text: «Die Steirische SPÖ begründet die enormen Kosten fürs Voves-Büro mit der Schaffung von an behindertengerechten Zugang. Gibt's in dieser Partei so vü Behinderte?» Welches Menschenbild steht hinter diesen Zeilen? Ist die Schaffung von Barrierefreiheit nur sinnvoll, wenn Parteimitglieder behindert sind? Ist sie nur sinnvoll wenn es behinderte Menschen (egal welcher Partei) gibt? Oder nützt Barrierefreiheit allen? Man sollte die intellektuellen Ansprüche bei der Neuen Kronen Zeitung sicherlich nicht zu hoch ansetzten, aber in diesem Fall hat der Autor jener Zeilen ein selten tiefes Niveau erreicht. lad 

 
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